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„Evangelium21“: Gottes Wort verändert Menschen

„Das Wort Gottes hat die Kraft, Menschen zu verändern, sodass sie andere Menschen lieben können“, sagte der US-amerikanische Pastor John Piper (Minneapolis). Der Gründer des Missionswerks „Desiring God“ (Sehnsucht nach Gott) ermutigte die Konferenzteilnehmer, alle Lebensentscheidungen im Lichte der Bibel zu treffen. Piper forderte Christen auf, das Predigen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und warnte davor, das Wort Gottes zu verwässern, um Menschen zu gefallen.

Der Vorsitzende der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Thomas Schirrmacher (Bonn), ging auf die aktuellen Diskussionen über den Stellenwert des sozialen Engagements von Christen und der Umwandlung der Gesellschaft ein. Für Schirrmacher ist dies eine Folge des Glaubens. Das Evangelium sei das grösste Geschenk Gottes an die Menschen und müsse daher im Mittelpunkt stehen. „Erst wenn klar ist, was das Evangelium genau bedeutet, kann man in die Detailfragen der konkreten Auswirkungen im alltäglichen Leben einsteigen“, so Schirrmacher. Die Herausforderung bestehe darin, das in der Heiligen Schrift offenbarte und gegebene Wort Gottes so zu leben und weiterzugeben, dass es die Menschen des 21. Jahrhunderts verstehen: „Wo immer wir wirklich über das Evangelium reden, werden wir feststellen, dass darauf immer der Segen Gottes liegt.“

Buchempfehlung: Sterben sollst du für dein Glück

Zugegeben: Dies Buch hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und ist keine “druckfrische” Empfehlung mehr. Aber dennoch haben die an sich sehr persönlichen Eindrücke einer jungen, pakistanischen Frau in Europa noch immer eine Aktualität, die eher noch zu- als abnimmt. Da sie mittlerweile seit Jahren eine katholische Christin ist, besitzen ihre An- und Einsichten auch für unser Thema eine gewisse Relevanz. Deshalb sei ihr Buch hier kurz vorgestellt.

Sabatina James, die mittlerweile aus TV und Net bekannte Frauenrechtlerin, beschreibt in ihrem ersten Buch eigentlich einen ganz individuellen, aber an sich unspektakulären Lebensweg. In klaren, gut verständlichen Worten fasst sie kurz und knapp ihr Leben vor und nach der Umsiedlung ihrer Familie von Pakistan nach Österreich zusammen. Der anfängliche “Kulturschock” zwischen den beiden Ländern weicht in ihrem Leben unmerklich und langsam dem durchaus nicht ungewöhnlichen Pubertätskonflikt der heranwachsenden Sabatina mit ihren gestrengen Eltern. Das kann man nachvollziehen, man lächelt ab und zu über ihre scheinbare Naivität, aber dieser kurze Lebensrückblick offenbart die Tiefe eines Kulturkonfliktes anfänglich fast nur zwischen den Zeilen. Etwa, wenn Sabatina James beschreibt, wie ihre Mutter das Geschirr dreifach spült und dabei islamische Gebete spricht, sobald “Ungläubige” diese Teller oder Töpfe berührt haben. Der Leser wird also ganz sachte, häppchenweise und fast unmerklich an das eigentliche Thema ihres Buches herangeführt: die Unvereinbarkeit des islamischen Welt- und Menschenbildes mit der modernen, westlichen Gesellschaft.

Und hier liegt auch der “Hund begraben”: dieser Konflikt, den vor allem Mädchen aus dem islamischen Kulturkreis in Europa tagtäglich am eigenen Leib erfahren, zumindest solange sie noch schulpflichtig sind und die Wohnung der Eltern verlassen dürfen, ist das wirkliche Spannungsfeld des Buches von Sabatina James. Hier wird erstmalig offen und ohne falsche, “politisch korrekte” Rücksichten aus der Perspektive eines potentiellen Gewalt-Opfers der Spagat gläubiger, von integrationsunfähigen Eltern erzogener, muslimischer Jugendlicher in ihrem “westlich-liberalen” Umfeld beschrieben und ohne erhobenen Zeigefinger oder unverständliches Soziologen-Geschwafel dem breiten Publikum dargestellt. Das macht dieses Buch wertvoll.

Zitat des Tages - plausibler ERF

 

Das Christentum in Korea kann längst nicht auf eine so lange Geschichte zurückblicken wie in Europa. Trotzdem gehören etwa 30% der Südkoreaner einer christlichen Kirche an. ... Zwar zählen sich in Deutschland etwa 60% der Bevölkerung zu den Christen, aber das Christentum gibt es hier schon sehr viel länger.

- Expo in Südkorea, ERF

 

Link des Tages - Vorträge E21-Konferenz

Miteinander für Europa - in Vielfalt und Geschwisterlichkeit

Für ein „Europa in Vielfalt und Geschwisterlichkeit“ setzen sich die Mitglieder von mehr als 300 christlichen Gemeinschaften aus 15 Ländern ein. Sie führten am 12. Mai einen Europa-Tag mit einer zentralen Veranstaltung in Brüssel und lokalen Treffen in rund 130 europäischen Städten durch. Nach Angaben der Organisatoren des Netzwerks „Miteinander für Europa“ nahmen daran mehr als 50.000 evangelische, katholische und orthodoxe Christen teil. In einem in Brüssel verlesenen Manifest heißt es, „dass wir unser geschwisterliches Miteinander in den Dienst an der Einheit und am Frieden Europas und der Welt stellen wollen. Gemeinsam bekräftigen wir unseren Einsatz für ein geeintes und gastfreundliches Europa, in dem Freiheit, Barmherzigkeit und Solidarität das Zusammenleben prägen.“

Europa solle sich „mit Großzügigkeit den Bedürfnissen der ärmeren Länder öffnen und den Frieden und das Zusammenleben aller Menschen in den Mittelpunkt seiner Bemühungen stellen“. Grundlage für das christliche Engagement sei die Erfahrung, „dass unsere Verschiedenheit kein Grund zur Spaltung ist, sondern eine Vielfalt von Gaben und Begabungen zum Ausdruck bringt, einen Reichtum, aus dem wir schöpfen können. In unserem Miteinander haben wir erlebt, dass Einheit möglich ist, eine Einheit, die die eigene Identität nicht verwischt, sondern stärkt.“

E21-Konferenz: Schirrmacher überbringt Grüße der WEA

Zu Beginn der 2. Evangelium-21-Konferenz überbrachte Thomas Schirrmacher die Grüße der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA). Das besondere sei nicht, dass es eine weltweite Allianz sei. Vielmehr gehe es um die Menschen, die vom Evangelium her zusammenstehen. Deshalb freue er sich über diese Konferenz, die ganz bewusst das Evangelium bewusst im Namen trage.

Der Vorsitzende der Theologischen Kommission der WEA erinnerte an die vielfältigen aktuellen Diskussionen über die Frage des sozialen Engagements von Christen oder die Frage nach gesellschaftlicher Transformation. Dies sei aber schon der zweite Schritt. „Erst wenn ich weiß, was das Evangelium ist, kann ich die Frage beantworten, was am Ende herauskommen soll“, so Schirrmacher wörtlich.

Das Evangelium selbst sei das größte Geschenk, das Gott den Menschen gemacht hat und das der Teufel deshalb gern kaputt machen und zerstören möchte. Deshalb sei es nur zu begrüßen, wenn auf der E21-Konferenz das Evangelium als solches im Mittelpunkt steht. Erst wenn klar ist, was das Evangelium genau bedeutet, könne man in die Detailfragen der konkreten Auswirkungen im alltäglichen Leben einsteigen.

Bibelkritik ist keine Erfolgsgeschichte

Die Anfang des 20. Jahrhunderts aufgekommene historisch-kritische Bibelauslegung ist keine Erfolgsgeschichte. Vielmehr hat diese Form der Theologie bewirkt, dass das kirchliche Leben in Deutschland ausblutete und an den Rand der Gesellschaft gerückt wurde. Diese Ansicht vertritt der Vorsitzende des Arbeitskreises für evangelikale Theologie, Rektor i.R. Rolf Hille (Heilbronn), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

Der von zahlreichen Theologieprofessoren gelehrte historisch-kritische Umgang mit der Bibel sei im Ansatz atheistisch, weil er ein Eingreifen Gottes – etwa beim Auszug Israels aus Ägypten oder bei der Auferstehung Jesu – von vornherein ausschließe. Hille vergleicht die historisch-kritische Bibelauslegung mit einem Hai, der seinen Fang restlos abnagt, und von der Bibel nur noch ein Skelett übrig lässt. Damit habe diese Methode zur „Selbstsäkularisierung“ der evangelischen Kirchen beigetragen, die auch der frühere EKD-Ratsvorsitzende, Bischof i.R. Wolfgang Huber (Berlin), beklagt habe.

Dreyer-Biografie: Wie gläubig ist der Volxbibel-Autor?

 

Martin Dreyer (47) ist ein Mann, der die deutschen Evangelikalen spaltet: in glühende Verehrer, vor allem unter Jugendlichen, und in Verächter, die meinen, er produziere Gotteslästerliches. Die Kritik wegen Gotteslästerung wird vor allem wegen der „Volxbibel“ erhoben, einer Übertragung der Heiligen Schrift durch Dreyer in den Jargon einer gewissen Unterschicht der Jugendszene. So formuliert Dreyer einen Text aus Philipper 3 ab Vers 7 so: „Aber alles, was mir früher sonst wie wichtig gewesen ist, bedeutet für mich heute einen Haufen Scheiße, wenn ich es mit dem vergleiche, was ich jetzt mit Jesus habe. Mir ist echt klar geworden, dass im Vergleich mit den unbeschreiblichen geilen Sachen, die ich jetzt mit Jesus habe, mir alles andere in der Welt echt am Arsch vorbeigeht.“ Dreyer übertrug Gottes Wort nicht nur in einen umstrittenen Jargon, sondern veränderte den Bibeltext auch durch Verfälschung: So bekommt Mose in 2. Mose 34 von Gott den Auftrag, zwei Stahlplatten in seiner Werkstatt zu flexen, auf die Gott die Zehn Gebote neu eingravieren will.

Viele Christen haben sich in den vergangen Jahren gefragt, wie ein gläubiger Christ so respektlos mit dem Wort Gottes und seinen Inhalten umgehen kann – und das bis zum heutigen Tag. Aktuell teilt Dreyer auf seiner Internetseite mit: „Ich spiele jetzt seit einigen Wochen regelmäßig mit dem Heiligen Geist ‚Predigt-Roulette‘ und hab voll gute Erfahrungen gemacht.“ Er gebe dazu ein Stichwort ins Internet ein und die erste Predigt, die er zu diesem Stichwort im Internet fände, würde er anhören.

Zitate des Tages - Zorn oder Sanftmut

 

Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dabei dienstbar zur Hand geht.
- Papst Gregor der Große

 

Die blasse Harmlosigkeit, die sich leider oft mit Erfolg als Sanftmut ausgibt, sollte niemand für eine christliche Tugend halten.

- Thomas von Aquin

Quelle: Wer regiert hier eigentlich? Georg Schramm // Youtube

 

 

Die leibliche Auferstehung Jesu

 

 

Herr Spieß ist Doktor der Althistorik und ist Leiter des Instituts für Glaube und Wissenschaft (www.iguw.de) und Leiter der Studentenmission Deutschland (SMD). Als Althistoriker beleuchtete er tiefgründig und humorvoll zugleich verschiedene Indizien, die von der Historizität der leiblichen Auferstehung Jesu sprechen. Seine Argumentation ist unwiderstehlich und überzeugend. (Quelle)
 

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