„Das Wort Gottes hat die Kraft, Menschen zu verändern, sodass sie andere Menschen lieben können“, sagte der US-amerikanische Pastor John Piper (Minneapolis). Der Gründer des Missionswerks „Desiring God“ (Sehnsucht nach Gott) ermutigte die Konferenzteilnehmer, alle Lebensentscheidungen im Lichte der Bibel zu treffen. Piper forderte Christen auf, das Predigen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und warnte davor, das Wort Gottes zu verwässern, um Menschen zu gefallen.
Der Vorsitzende der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Thomas Schirrmacher (Bonn), ging auf die aktuellen Diskussionen über den Stellenwert des sozialen Engagements von Christen und der Umwandlung der Gesellschaft ein. Für Schirrmacher ist dies eine Folge des Glaubens. Das Evangelium sei das grösste Geschenk Gottes an die Menschen und müsse daher im Mittelpunkt stehen. „Erst wenn klar ist, was das Evangelium genau bedeutet, kann man in die Detailfragen der konkreten Auswirkungen im alltäglichen Leben einsteigen“, so Schirrmacher. Die Herausforderung bestehe darin, das in der Heiligen Schrift offenbarte und gegebene Wort Gottes so zu leben und weiterzugeben, dass es die Menschen des 21. Jahrhunderts verstehen: „Wo immer wir wirklich über das Evangelium reden, werden wir feststellen, dass darauf immer der Segen Gottes liegt.“
Zugegeben: Dies Buch hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und ist keine “druckfrische” Empfehlung mehr. Aber dennoch haben die an sich sehr persönlichen Eindrücke einer jungen, pakistanischen Frau in Europa noch immer eine Aktualität, die eher noch zu- als abnimmt. Da sie mittlerweile seit Jahren eine katholische Christin ist, besitzen ihre An- und Einsichten auch für unser Thema eine gewisse Relevanz. Deshalb sei ihr Buch hier kurz vorgestellt.
Für ein „Europa in Vielfalt und Geschwisterlichkeit“ setzen sich die Mitglieder von mehr als 300 christlichen Gemeinschaften aus 15 Ländern ein. Sie führten am 12. Mai einen Europa-Tag mit einer zentralen Veranstaltung in Brüssel und lokalen Treffen in rund 130 europäischen Städten durch. Nach Angaben der Organisatoren des Netzwerks „Miteinander für Europa“ nahmen daran mehr als 50.000 evangelische, katholische und orthodoxe Christen teil. In einem in Brüssel verlesenen Manifest heißt es, „dass wir unser geschwisterliches Miteinander in den Dienst an der Einheit und am Frieden Europas und der Welt stellen wollen. Gemeinsam bekräftigen wir unseren Einsatz für ein geeintes und gastfreundliches Europa, in dem Freiheit, Barmherzigkeit und Solidarität das Zusammenleben prägen.“
Zu Beginn der 2. Evangelium-21-Konferenz überbrachte Thomas Schirrmacher die Grüße der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA). Das besondere sei nicht, dass es eine weltweite Allianz sei. Vielmehr gehe es um die Menschen, die vom Evangelium her zusammenstehen. Deshalb freue er sich über diese Konferenz, die ganz bewusst das Evangelium bewusst im Namen trage.
Die Anfang des 20. Jahrhunderts aufgekommene historisch-kritische Bibelauslegung ist keine Erfolgsgeschichte. Vielmehr hat diese Form der Theologie bewirkt, dass das kirchliche Leben in Deutschland ausblutete und an den Rand der Gesellschaft gerückt wurde. Diese Ansicht vertritt der Vorsitzende des Arbeitskreises für evangelikale Theologie, Rektor i.R. Rolf Hille (Heilbronn), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).
Martin Dreyer (47) ist ein Mann, der die deutschen Evangelikalen spaltet: in glühende Verehrer, vor allem unter Jugendlichen, und in Verächter, die meinen, er produziere Gotteslästerliches. Die Kritik wegen Gotteslästerung wird vor allem wegen der „Volxbibel“ erhoben, einer Übertragung der Heiligen Schrift durch Dreyer in den Jargon einer gewissen Unterschicht der Jugendszene. So formuliert Dreyer einen Text aus Philipper 3 ab Vers 7 so: „Aber alles, was mir früher sonst wie wichtig gewesen ist, bedeutet für mich heute einen Haufen Scheiße, wenn ich es mit dem vergleiche, was ich jetzt mit Jesus habe. Mir ist echt klar geworden, dass im Vergleich mit den unbeschreiblichen geilen Sachen, die ich jetzt mit Jesus habe, mir alles andere in der Welt echt am Arsch vorbeigeht.“ Dreyer übertrug Gottes Wort nicht nur in einen umstrittenen Jargon, sondern veränderte den Bibeltext auch durch Verfälschung: So bekommt Mose in 2. Mose 34 von Gott den Auftrag, zwei Stahlplatten in seiner Werkstatt zu flexen, auf die Gott die Zehn Gebote neu eingravieren will.

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