Der zum Christentum konvertierte Iraner Youcef Nadarkhani soll in den nächsten Tagen hingerichtet werden. Das berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Das Zentralgefängnis von Rasht, in welchem der Pastor einsitzt, sei von Justizbehörden angewiesen worden, die baldige Ausführung des Befehls vorzubereiten.
Nadarkhani war am 22. September 2010 wegen "Verbreitung nichtislamischer Lehre" und "Abfall vom islamischen Glauben" zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Noch am 20. Dezember 2011 war das Gericht angewiesen worden, für mindestens ein Jahr ausschließlich daran zu arbeiten, Nadarkhani zum Islam zurückzubringen.
Der Iran scheint sich von der internationalen Welle der Empörung nicht beeindrucken zu lassen. Sollte das Todesurteil tatsächlich vollstreckt werden, wäre dies "nicht nur die erste Hinrichtung mit der offiziellen Begründung 'Abfall vom Islam', sondern auch ein Schritt in das dunkle Mittelalter", sagte Martin Lessenthin, Sprecher des Vorstands der IGFM. Bisher wurden im Iran immer wieder Menschen hingerichtet, auch ohne Hinrichtungsbefehl und ohne dass die Familie verständigt wäre. Auch der Familie von Pastor Youcef Nadarkhani wurde ein solcher nicht übergeben.
Pastor Ilmurad Nurliev ist wieder in Freiheit. Unerwartet wurde der 46-Jährige am 18. Februar vorzeitig aus dem Arbeitslager Seydi entlassen. Eigentlich hätte er bis Oktober 2014 im Gefängnis bleiben müssen; bei früheren Amnestien wurde er nicht berücksichtigt. Open Doors hatte seit seiner Inhaftierung im Jahr 2010 immer wieder weltweit zum Gebet für Nurliev aufgerufen. Das Hilfswerk für verfolgte Christen reagiert daher erfreut auf die überraschende Wende.
Tucson (idea) – Einzelheiten über seine Folter in nordkoreanischer Haft hat der US-amerikanische Christ Robert Park (Tucson/Bundesstaat Arizona) veröffentlicht. Der 31-jährige Missionar koreanischer Herkunft war am 25. Dezember 2009 festgenommen worden, als er von China aus über den gefrorenen Fluss Tumen in das kommunistisch regierte Land eindrang. Nach 43 Tagen wurde er überraschend freigelassen und nach Peking abgeschoben.
Zwei Kinder verloren, Haus niedergebrannt, Ernte zerstört: Kaliya musste einen hohen Preis für seinen Glauben an Jesus zahlen. Heute dankt er Gott dafür, "dass er mir die Entschlossenheit gibt, ihn niemals zu verlassen".
In den jüngsten Festnahmen mehrerer Christen im südiranischen Shiraz Anfang Februar sieht das Hilfswerk Open Doors die erwartete Fortführung des harten Verfolgungskurses der Regierung gegen Christen muslimischer Herkunft. Die Sorge vor weiteren Repressalien gegen Hausgemeinden bleibt unvermindert groß. Wiederholt hatten die Staatsführung und hohe muslimische Geistliche öffentlich ein hartes Vorgehen gegen die Hausgemeindebewegung angekündigt. Ehemalige Muslime, die als "Feinde des Volkes und Werkzeuge westlicher Propaganda" gelten, sollen damit eingeschüchtert werden.
Im nordafrikanischen Algerien stehen christliche Gemeinden nicht nur unter staatlicher Überwachung und haben wegen ihres Glaubens mit gesellschaftlichen Ressentiments zu kämpfen: Auch die Gefahr von Angriffen ist allgegenwärtig. So wurde am 1. Februar in der Stadt Ouargla in der gleichnamigen Provinz eine evangelische Kirche angegriffen.
Anhänger der Rebellengruppe FARC-EP ("Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens") haben in Zentralkolumbien einen Pastor und insgesamt 37 seiner Verwandten von ihren Wohnorten nahe La Macarena (Region Meta) vertrieben. Bereits drei Monate zuvor war Pastor Wilber Ramirez* von Guerillas bedroht worden, er solle seine Kirche schließen und die Warnung ernst nehmen, um weiteren Ärger zu vermeiden.








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