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Israel, Deutschland, Ausland

PA-Fernsehsendung glorifiziert Mörder von Itamar

Nur kurze Zeit nachdem die Mordaufrufe eines Hasspredigers im Fernsehsender der Palästinensischen Autonomiebehörde ausgestrahlt wurden, priesen Verwandte der Mörder der israelischen Familie Fogel das grausame Verbrechen in einem Telefoninterview mit dem TV-Sender.

Hakim Awad hatte gemeinsam mit seinem Cousin Amjad Awad die israelische Familie Fogel in Itamar brutal erstochen. Sie ermordeten Ehud und Ruth Fogel, ihre Söhne Yoav (11) und Elad (4) und die drei Monate alte Tochter Hadas. Ein Armeegericht verurteilte beide Mörder jeweils zu einer mehrmals lebenslänglichen Freiheitsstrafe.

Eine Tante und die Mutter eines der Mörder sprachen in der wöchentlichen Sendung „Für Dich“ über palästinensische Gefangene in israelischer Haft. Sie lobten die beiden Mörder und zollten ihrer Tat Respekt. Hakims Mutter sandte „die besten Grüsse“ an ihren Sohn und beschrieb ihn stolz als den Drahtzieher hinter dem brutalen Angriff.

Deutsche zum Gebet in Washington

Am Donnerstag treffen sich Politiker aus aller Welt in der US-Hauptstadt Washington D.C. zum 60. traditionellen "Nationalen Gebetsfrühstück". Der deutschen Delegation gehören Abgeordnete des Bundestages und verschiedener Landtage an.

Die Bundestagsabgeordneten Volkmar Klein (CDU), Patrick Meinhardt (FDP) und Raju Sharma (Die Linke) werden an dem überkonfessionellen Gebetstreffen teilnehmen. Auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gehört zur deutschen Delegation. Zudem reisen der Vizepräsident des niedersächsischen Landtags, Hans-Werner Schwarz (FDP), der bayerische Landtagsabgeordnete Florian Herrmann (CSU) und der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Werner Raab (CDU) mit. Ebenfalls dabei ist Bernhard Felmberg, Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union.

Vietnam: Abgeschobene Christen kehren zurück

Hoya (idea) – Für eine vietnamesische Familie, die in Norddeutschland ihre neue Heimat gefunden hat, geht ein Alptraum zu Ende: Am 31. Januar kehren die abgeschobenen Eltern Minh Tuong und Thi San Nguyen mit ihren beiden jüngsten Kindern Esther (9) und André (6) von Hanoi in das niedersächsische Hoya bei Bremen zurück, wo sie die vergangenen 19 Jahre gelebt haben. Sie waren im November in ihr Herkunftsland „rückgeführt“ worden. Ihre älteste Tochter Ngoe Lan (20) durfte in Deutschland bleiben, weil sie eine Aufenthalterlaubnis besitzt.

Nigeria versinkt in blutigem Chaos

Die islamistische Sekte "Boko Haram" hat an diesem Wochenende mehrere Anschläge im Norden Nigerias verübt. Seit Freitag kamen mehr als 190 Menschen ums Leben. Die Gewalt richtete sich gegen Christen und staatliche Einrichtungen. Christen im Norden des Landes kündigten eine Massenflucht an.

Nach der neuesten Gewaltserie im Norden Nigerias hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, die Regierung Nigerias aufgefordert, für einen besseren Schutz der Christen zu sorgen. "Wir bitten unsere muslimischen Freunde, auf die Verrückten von Boko Haram Einfluss zu nehmen, damit die Gewalt endlich aufhört", sagte Schneider in der Montagsausgabe der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien. Wir denken an sie und beten für sie."

Nigeria sieht sich seit mehr als zwei Jahren den Anschlägen der radikalislamischen Sekte "Boko Haram" ausgesetzt. Seit Weihnachten letzten Jahres, als es zu mehreren Bombenanschlägen auf christliche Kirchen kam, haben sich die Angriffe gehäuft. Am 1. Januar 2012 gab die Sekte den Christen im Norden des Landes drei Tage Zeit, in den südlichen Teil Nigerias zu fliehen. Sie kündigte an, nach Ablauf der Frist Christen gezielt anzugreifen. Seither gab es mehrere Anschläge gegen Christen.

Islamisten gewinnen in Ägypten

Bei der ägyptischen Parlamentswahl haben die Islamisten auf ganzer Linie gesiegt. Gemäß dem amtlichen Endergebnis, das die ägyptische Zeitung "Al-Shorouk" am Freitagabend auf ihrer Website veröffentlichte, erhielten sie insgesamt 70,4 Prozent der Mandate.

Die meisten Sitze entfallen dabei auf die Partei der Muslimbruderschaft und ihre Bündnispartner, die 45,7 Prozent erringen konnten. Diese Parteien bezeichnen sich selbst als moderat islamisch. Allerdings wünschen sie eine noch stärkere Rolle der Religion im Staat als beispielsweise die tunesische Islamisten-Partei
Ennahda.

Christlicher Medienkongress: Kritik an Kampagne gegen Wulff

Eine mediale Kampagne gegen Bundespräsident Christian Wulff hat der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) kritisiert. Beim zweiten Christlichen Medienkongress in Schwäbisch Gmünd warf er der „Bild-Zeitung“ eine „abgrundtiefe Scheinheiligkeit“ vor.

Er sei „betroffen“, dass die Macher der „Bild-Zeitung“ es als Skandal bezeichneten, als ihnen Wulff in einem persönlichen Anruf mit strafrechtlichen Maßnahmen drohte, sagte Beckstein am 21. Januar. Er bezweifelte, dass der Anruf „die Sensibelchen in der Bild-Redaktion“ in Angst und Schrecken versetzt habe. Beckstein, der auch stellvertretender Präses der EKD-Synode ist, sprach vor rund 200 Besuchern über die Bedeutung des Gebots „du sollst nicht falsch Zeugnis reden“. Seiner Ansicht nach gehört es nicht zu den Aufgaben von Medienmachern, Belanglosigkeiten zu Staatsaffären aufzubauschen oder Skandale hochzuzüchten.

Nordkorea: Bruder des Machthabers bezeichnet Regime als „Witz“

Scharfe Kritik am kommunistischen Regime in Nordkorea kommt aus der Herrscherfamilie. Kim Jong-Nam, der im chinesischen Exil lebende Halbbruder des neuen Diktators Kim Jong-Un, bezeichnet das Regime in Pjöngjang als „Witz“.

Es sei zum Scheitern verurteilt, erklärte der 40-Jährige in E-Mails an den japanischen Journalisten Yoji Gomi von der Zeitung Tokyo Shimbun. Der 28-jährige Kim Jong-Un, der von dem am 17. Dezember verstorbenen Diktator Kim Jong-Il (69) als Nachfolger eingesetzt wurde, sei nur eine „nominelle Figur“ in der Machtelite. Wie die Londoner Zeitung „The Times“ berichtet, gilt Kim Jong-Nam als ein Außenseiter in der nordkoreanischen Herrscherfamilie. Er ging aus einer Liaison Kim Jong-Ils mit der Schauspielerin Sung Hae Rim hervor, die 2002 in Moskau verstarb.

Petitionsausschuss fordert Begnadigung für iranischen Pastor

 
Der Petitionsausschuss des Bundestages setzt sich für die Freilassung von Youcef Nadarkhani ein und überweist dem Auswärtigen Amt eine entsprechende Beschwerde. Der evangelische Pastor wurde 2009 im Iran verhaftet und ein Jahr später wegen Abfalls vom islamischen Glauben zum Tode verurteilt.

An diesem Mittwoch beschloss der Petitionsausschuss des Bundestages laut einer Mitteilung einstimmig, dem Auswärtigen Amt eine Petition bezüglich Nadarkhani zur Erwägung zu überweisen. Der Ausschuss begründete seinen Entschluss mit der Haltung des Parlamentes und der Regierung, die "die Sorge des Petenten um das Leben von Youcef Nadarkhani teilen".

Israel: Zweiter Mörder von Itamar verurteilt

Ein israelisches Militärgericht hat den zweiten der beiden Männer, die fünf Mitglieder der Familie Fogel in Itamar ermordet hatten, zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Der Mörder lächelte während der Verlesung des Urteils und antwortete lediglich in verächtlichem Tonfall auf die Fragen des Gerichts.

Fünf Mitglieder der Familie Fogel waren im März des vergangenen Jahres in ihrem Zuhause in Itamar brutal im Schlaf ermordet worden. Die Mörder hatten damals die Eltern Ruth und Ehud Fogel, sowie drei ihrer Kinder getötet: Yoav (11), Elad (4) und Hadas (drei Monate).

Kristina Schröder im Bundestag zum Betreuungsgeld

 

 

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