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Deutschland, Ausland, Organisation, Mitarbeit

Deutschland: Ein Aufruf zum Gebet für Joachim Gauck

Liebe Leser!

Am Sonntag wählt die Bundesversammlung mit sehr großer Wahrscheinlichkeit den evangelischen Pfarrer Joachim Gauck zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland – und damit zum Staatsoberhaupt von mehr als 80 Millionen Deutschen. Ich weiß nicht, wie es um seine Frömmigkeit bestellt ist, ob er eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus hat und wie sein Gebetsleben aussieht. Das ist seine Sache und geht mich wenig an. Ich halte auch nichts davon, Gaucks „wilde Ehe“ als einen Indikator dafür zu sehen, wie ernst er es mit seinem Christsein meint. Da möchte ich eher versuchen, mich an das Jesus-Wort aus der Bergpredigt zu halten: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.“

Fakt ist jedoch: Joachim Gauck hat sich als Pfarrer allein schon aufgrund seines Berufes über einen längeren Zeitraum hinweg mit der Heiligen Schrift beschäftigt. Dies hat sein Denken und seine Werte geprägt und wird sich demzufolge auch auf sein Handeln auswirken. Hier sehe ich eine große Chance für unser Land. Denn, auch wenn der Bundespräsident wenig Einfluss auf das „operative Geschäft“, also auf das Regierungsgeschehen hat, kann er mit seinen Reden und Äußerungen doch Einfluss auf das Denken und die Wertmaßstäbe der Bürger nehmen und positiv prägen.

Dabei sollten wir Joachim Gauck unterstützen.

Senegal: Unvorhersehbare Ereignisse

Chantal Pilon lebt als Missionarin bei den Konyagi und studiert deren Sprache und Kultur. Hinter ihr liegt eine herausfordernde Zeit:

„Es gab gerade einige Fahrten zu machen um kranke Leute ins Krankenhaus zu bringen. Dann ist jemand gestorben und ich fuhr los um den Toten für die Beerdigung ins Dorf zu holen. Außerdem wurde eine Hochzeit „festgemacht"-ähnlich einer Verlobung wie wir sie kennen. Ein anderes Mal sollte ich den Dorfleiter abholen; zusätzlich hatte ich auch die Aufgabe, einigen Leute mit unterschiedlichen Verletzungen Medizin zu verabreichen. Die verschiedenen Ereignisse brachten viele Besucher ins Dorf, es fanden Tänze und Feiern statt. Alles Ungeplante hat die Zeit für mein Sprachstudium erheblich eingeschränkt und ich merkte, dass ich an die Grenze meiner Belastbarkeit kam."

Iran: Große Offenheit für den christlichen Glauben

Nach Regierungsangaben leben etwa 200.000 Christen im Iran. Doch dies sei eine sehr konservative Schätzung, berichten lokale Mitarbeiter des Hilfswerks für verfolgte Christen Open Doors aus der Islamischen Republik. Vertrauenswürdige Quellen sprechen sogar von einem "explosionsartigen Wachstum" von Hausgemeinden vor allem in größeren Städten. Seit Jahren unterstützt Open Doors verfolgte Christen im Iran und steht in engem Kontakt mit Hausgemeindeleitern aus verschiedenen Regionen. Besonders häufig würden sich demnach junge Iraner dem christlichen Glauben zuwenden. Etwa zwei Drittel der mehr als 74 Millionen Einwohner des Landes sind unter 30 Jahre. Doch eine genaue Zahl der Christen muslimischer Herkunft ist schwierig zu erheben, da sich die Hausgemeinden nur im Verborgenen treffen können. Eine offizielle Kirche dürfen sie nicht besuchen.

Offenheit nach Enttäuschung

Noch vor 40 Jahren gab es lediglich 200 Christen muslimischer Herkunft - also ehemalige Muslime - im Iran. Heute sind es schätzungsweise etwa 370.000 Christen; sie bilden drei Viertel der rund 460.000 Christen im Iran. Daneben gibt es rund 80.000 traditionelle Christen darunter Armenier und Assyrier. Sie sind als religiöse Minderheiten staatlich anerkannt und können öffentlich Gottesdienste in ihrer Sprache feiern. Doch Predigten in der Landessprache Farsi sind verboten. Aber auch andere Glaubensrichtungen hätten derzeit Zulauf. Viele Iraner seien enttäuscht vom Islam, so ein einheimischer Mitarbeiter von Open Doors: "Vor der Revolution 1979 hatten wir eine säkulare Regierung und die Bevölkerung war religiös. Das war der richtige Boden für die islamische Revolution. Doch unter dem jetzigen theokratischen Regime kehren viele dem Islam den Rücken. Der christliche Glaube war in der Vergangenheit unpopulär, weil er als westliche Religion galt. Doch das hat sich geändert. Eigentlich sehen nur die Regierung und islamische Hardliner das Christentum als 'westliches politisches System' an." (Symbolfoto: Blick über Teheran/Open Doors)

Thailand: Hunger nach Gottes Wort

Gott legt es den gläubigen Prai aufs Herz, ihre Familien und Freunde mit dem Evangelium zu erreichen und die Christen lassen sich dazu gebrauchen. Dave und Fran Jordan, die unter den Prai arbeiten, berichten von den Ereignissen der letzten Zeit: Dee und Shy sowie weitere Prai-Gläubige waren in ein drei Stunden entferntes Dorf gereist um den Menschen dort die Botschaft der Bibel zu sagen. Dadurch waren als erstes drei Familien gläubig geworden und später bekannten weitere Prai ihren Glauben an Jesus Christus.

Diese "Unterrichtsreisen" lassen kaum Zeit zum Essen oder Schlafen. Fran erzählt von der letzten Reise dieser Art: „Sie wurden förmlich dazu gedrängt, in die Häuser zu gehen um die Menschen zu lehren. Die Leute blieben ihnen auf den Fersen, wenn sie woanders hingingen… Zusätzlich zu den etwa 15 Neubekehrten haben viele weitere Prai Interesse am Bibelunterricht gezeigt." Fran ergänzte, dass aufgezeichnete Lektionen des chronologischen Bibelkurses „Auf festen Grund gebaut" in Gebrauch sind und dass viele Leute um Leseunterricht bitten. Da die meisten Menschen über 30 Analphabeten sind, bedeuten diese Anfragen eine großartige Gelegenheit. „Für die scheuen Prai ist das eine überwältigende Reaktion."

Papua-Neuguinea: Eine besondere Hochzeit

Der 1.Januar war ein Tag des Neuanfangs für die Wusuraambya-Gemeinde in Papua-Neuguinea. Missionar Andrew Goud berichtet von der Hochzeit der beiden Gläubigen, Josek und Goma, deren Leben sich an diesem Tag in Christus verbanden. Zu der Trauung waren auch ihre Eltern, Familien und Freunde in die Gemeinde gekommen.

Als Josek und Goma einander ihre Ehegelöbnisse gaben, versprach Josek Goma, dass sie seine einzige Frau sein werde. Angesichts der Kultur der Wusuraambya ist das eine gewaltige Aussage. Normalerweise hat ein Mann dort zwei Frauen.

Moslems sind nicht unsere Feinde - sie sind Opfer des Feindes

Würde diese Wahrheit besser erkannt, wären die evangelikalen Missionare in unserer Welt besser verteilt. Dann wären 6941 Volksgruppen (2,84 Mrd. Menschen) nicht unerreicht vom Evangelium. Zu viele Christen betrachten Moslems als ihre Feinde. Wenn sie (wenigstens) trotz dieser falschen Einstellung den Auftrag Jesu zu Herzen nehmen würden, und ihre Feinde lieben, für sie beten und sie segnen würden, wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan. Die gute Nachricht ist diese: Gott liebt Moslems! Jesus liebt Moslems, und mit dem begrenzten Bodenpersonal arbeitet Er unermüdlich daran, in den untermissionierten Gebieten der Welt Menschen von der Finsternis ins Licht zu ziehen. Hier drei Beispiele aus demselben Rundschreiben. (Namen aus Sicherheitsgründen geändert).

1. Durch eine relativ unbekannte Arbeit in einem streng islamischen Land im Mittleren Osten wurde eine Bewegung geboren, die vor Kurzem eine DVD mit Anbetungsliedern produzierte. Geschrieben wurden diese von ehemaligen Moslems. Nach der Produktion stellte jemand die Frage, ob sie sich nicht um ihr Leben sorgten. „Nein“, sagten sie. „Man kann uns nicht töten. Wir gehen einfach (weiter) zu Jesus. Wir hoffen, die DVD wird von Nutzen sein, andere Nachfolger Jesu im ganzen Land zu ermutigen.“

Heute: Mahnwache für Youcef Nadarkhani in Berlin

Vor der iranischen Botschaft in Berlin Wann: Donnerstag, 1. März 2012, von 15-18 Uhr Wo: vor iranischen Botschaft in Berlin, Podbielskiallee 67, 14195 Berlin Hintergrund: Bevorstehende Hinrichtung des iranischen Konvertiten-Pastors Youcef Nadarkhani 15.00 bis 15.30 Uhr mit Hermann Gröhe und Erika Steinbach

Vor der iranischen Botschaft in Berlin protestieren am Donnerstag, den 1. März 2012, Mitglieder und Unterstützer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit einer Mahnwache gegen die bevorstehende Hinrichtung des iranischen Pastors Youcef Nadarkhani. Von 15.00 bis 18.00 Uhr machen IGFM-Aktivisten mit Transparenten, Flugblättern, Unterschriftenlisten und Kerzen auf diesen Fall aufmerksam. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Teilnehmen werden auch der CDU-Generalsekretär MdB Hermann Gröhe (Politischer Pate im IGFM-Patenschaftsprogramm für Pastor Youcef Nadarkhani) sowie MdB Erika Steinbach (Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe).

Heute: Mahnwache für Youcef Nadarkhani in Frankfurt

 

Nachdem seine Hinrichtung nun als beschlossen gemeldet wurde, braucht der iranische Pastor Youcef Nadarkhani umso mehr unser Gebet und unsere Solidarität. Bereits gestern fand eine Mahnwache in Frankfurt statt, die heute fortgesetzt wird. Alle Christen sind eingeladen, mitzumachen:

Am 28. und 29. Februar 2012 in Frankfurt/Main
14.00 – 16.00 Uhr

Vor dem Iranischen Konsulat,
Raimundstraße 90
60320 Frankfurt

Weitere Termine:

"Welle der Glaubensübertritte" im Iran

Im iranischen Untergrund wächst eine in selbständiger Bibelarbeit angeeignete Gläubigkeit. In Hauskirchen sammeln sich meist Anhänger verschiedener charismatischer und evangelikaler Glaubensströmungen. Darauf hat die "Welt am Sonntag" (WamS) aufmerksam gemacht und sich dabei auf die Iranerin Mahin Mousapour berufen, die einer iranischen und afghanischen Konvertitengemeinde in Frankfurt am Main vorsteht.

Eine Welle der Glaubensübertritte sei in den vergangenen Jahren durch das Land gegangen, sagte die Pastorin der WamS. Gerade amerikanische evangelikale Radiosender, die bis in den Iran dringen, täten dort ihre Wirkung. Genau lasse sich die Zahl der Mitglieder in iranischen Hauskirchen jedoch nicht beziffern. Die Menge der Untergrundgemeinden mit oft nur acht bis zwölf Angehörigen sei unüberschaubar. Doch erst kürzlich habe sich das iranische Regime damit gebrüstet, in der stark islamisch-religiös geprägten Stadt Maschad 200 Hauskirchen ausgehoben zu haben. "Da dachten wir: Aha, wenn es sogar in Maschad so viele Hausgemeinden gibt – wie viele mehr wird es dann erst in Teheran geben", zitiert die WamS Mousapour.

Papua-Neuguinea: Das Bessere wählen

Das Team, das an der Bibelübersetzung in die Sprache der Simbari arbeitet, trifft sich immer wieder auf der Veranda der Missionarsfamilie Morley. Während der Arbeit tauschen sie sich oft darüber aus, welche „Lektion" Gott sie gerade persönlich lehrt. Eines Tages erzählte Raymond, ein gebildeter und angesehener Mann seiner Dorfgemeinschaft, von einer schwierigen Entscheidung, die er und seine Frau vor kurzem getroffen hatten.

Raymond hatte die Unbeständigkeit an der örtlichen Schule gestört. Weder der Unterricht noch der Stundenplan waren verlässlich. Seine Sorge war, dass den Kindern dort nicht einmal die Wissensgrundlagen vermittelt wurden. Raymond war es ein Anliegen, etwas zur Verbesserung dieser Situation zu tun und so stellte er einen Antrag darauf, Lehrer zu werden. Es gab nur ein Problem dabei: Raymond stellte fest, dass er sein Dorf und die Arbeit an der Bibelübersetzung für mindestens sechs Monate verlassen müsste, um die nötige Lehrerausbildung zu erhalten.

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