Wie idea berichtet, ist Wolfgang Nestvogel die Leitung der Akademie für Reformatorische Theologie (ART) mit sofortiger Wirkung entzogen worden. Während der Stiftungsrat mitteilte, er selbst hätte den Entschluss gefasst, weist Nestvogel dies gegenüber idea als unwahr zurück.
Vielmehr habe der Stiftungsrat ein Grundsatzpapier beschlossen, in dem chiliastische Positionen (die von einem künftigen Tausendjährigen Reich und einer Zukunft für das Volk Israel ausgehen) als nicht-reformatorisch ausgegrenzt würden. Bisher konnten zu den umstrittenen Fragen verschiedene Meinungen nebeneinander existieren. Da Nestvogel sich dem Grundsatzpapier aus Gewissensgründen nicht unterwerfen konnte, wurde ihm die Leitung entzogen. (Nachtrag: eine Richtigstellung)
Die Kursänderung wurde durch die Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse im Stiftungsrat erst möglich. Der Konflikt begann, nachdem Nestvogel einen Aufsatzentwurf vorlegte, der auf Drängen des Stiftungsrats bis heute nicht veröffentlicht wurde. Die Durchsetzung des Grundsatzdokuments zielte auf Nestvogels Position und nahm in Kauf, dass die weitere Mitarbeit Nestvogels unmöglich wurde.
Der umstrittene Aufsatz wird in naher Zukunft auf Nestvogels privater Homepage www.wolfgang-nestvogel.de veröffentlicht. An keiner Stelle wird in dem Aufsatz gefordert, die ART solle ihre bisherige Position erweitern oder modifizieren.
Unklar ist bisher, wie es mit der ART weitergeht und wer nun die Leitung dort übernimmt. Eine Minderheit des Stiftungsrats unterstützt weiterhin Nestvogel. Gemeinsam mit Nestvogel soll die Arbeit fortgesetzt und ab dem Wintersemester in Hannover ein eigenes akademisches Ausbildungsangebot präsentiert werden.
Hier nun auch die Links zur privaten Homepage von Wolfgang Nestvogel:
Aufsatzentwurf: Wer oder was ist „reformatorisch“? - Auf der Suche nach dem "reformatorischen Konsens"
Der Aufsatz zum Download als pdf-Dokument
Nachtrag: Zur weiteren Entwicklung lesen Sie hier und hier.








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