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Kommentar zu: „Mein Körper gehört mir“

"Wenn du ein Ja-Gefühl hast, kannst du Ja sagen und wenn du ein Nein-Gefühl hast, kannst du Nein sagen. Du kannst anderen Leuten sagen, wie du dich fühlst, wenn du berührt wirst."

Das Wichtigste zum Theaterstück „Mein Körper gehört mir“, das in (u.a. Grund-) Schulen im Rahmen des Sexualkundeunterrichts aufgeführt wird.

Ein wesentlicher, vielleicht der wesentlichste Punkt der Kritik: Während § 176 StGB sexuelle Handlungen an Kindern unter 14 Jahren mit Freiheitsstrafe bedroht, wird im Theaterstück „Mein Körper gehört mir“ eine sexuelle Handlung danach beurteilt, ob das Kind ein „Ja-Gefühl“ oder ein „Nein-Gefühl“ dabei hat. Daraus ergibt sich für das Kind, dass es ein sexuelles Erlebnis dulden kann, wenn es keine Ablehnung desselben bzw gegenüber der Person, mit der es zu tun hat, empfindet.

Diese Botschaft wird im Theaterstück zu Kindern und Erwachsenen transportiert. Dies ist absolut untragbar und verstößt gegen geltendes Recht. Mit Hilfe dieser Aufweichung der nach § 176 Strafgesetzbuch geltenden Moral (bei Kindern und Erwachsenen) wird es Sexualtätern ermöglicht, sexuelle Handlungen an Kindern durchzuführen, nachdem die Kinder dafür empfänglich gemacht wurden. Kinder können mit einschmeichelndem Verhalten, verlockenden Belohnungen somit ohne weiteres verführt werden. Das Theaterstück fördert also gerade das, was es vorgibt zu bekämpfen.

Kinder sollten stattdessen dahingehend „aufgeklärt“ werden, dass sie sexuelle Handlungen nicht hinnehmen müssen, weil sie nach § 176 StGB geschützt sind. Sie sollten lernen, dass sie sexuellen Versuchungen nicht nachgeben sollten, weil sie weder reif noch geschützt sind vor folgenschweren Konsequenzen wie Geschlechtskrankheiten, psychischen Belastungen, Teenagerschwangerschaften etc. (siehe auch die sehr gute Alternative: http://wahreliebewartet.de/).

Man tut Kindern unrecht, wenn man ihnen das Recht nimmt, Kinder zu sein und ihnen eine (sexuelle) Entscheidungsverantwortung auferlegt, mit der sie überfordert sind. Kinder sollten vor der immer mehr umgreifenden Sexualisierung gewarnt und geschützt werden, statt sie dafür empfänglich zu machen. Es ist unfassbar, dass eine Schulkonferenz solch ein Theaterstück kritiklos in sein Schulprogramm übernimmt und sämtliche juristischen Instanzen nicht dagegen einschreiten!

Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass deutsche Schulbehörden und Gerichte Eltern, die ein solches Theaterstück ablehnen und um Befreiung von der Teilnahmepflicht ihrer Kinder bitten, mit Sanktionen belegen. Dies sollte schleunigst geändert und der Tatsache Rechnung getragen werden, dass Eltern nach dem Grundgesetz einen gleichwertigen Erziehungsauftrag und die Hauptverantwortung für ihre Kinder haben. Deutschland braucht außerdem dringend die Vielfalt und Freiheit, die in fast allen europäischen und amerikanischen Ländern denjenigen Eltern geboten wird, die ihre Kinder im Hausunterricht selbst unterrichten (homeschooling). Die Ergebnisse zeigen, dass solche Kinder in Tests fast immer besser abschneiden als Kinder aus öffentlichen Schulen.

Helmut Fürst



Anm.: Zuletzt wurden Mütter inhaftiert, weil sie ihre Kinder vor diesem Theaterstück bewahren wollten. Zudem haben Christen diese Mütter dafür auch noch kritisiert.

Kommentare

Gefällt mir sehr gut was zu

Gefällt mir sehr gut was zu diesem Thema hier geschrieben steht. Damit ist meine Frage bezüglich Problem an diesem Theaterstück beantwortet.
Aber noch nicht wer ganz genau hinter diesen Theaterstück steht und wer es erstellt hat.

Als Christen sollten wir auf Alternativen hinweisen, wenn es darum geht, auch vor anderen Eltern, denen der Schutz ihres Kindes wichtig ist. Denn die Eltern meinen ja im guten Glauben, dass sie ihr Kind stärken damit es sich schützen kann.

Eine Alternative wäre:
Z.B. das  Sicher-Stark-Team - wir machen Kinder an Grundschulen sicher und stark gegen Missbrauch und Gewalt
Das Sicher-Stark-Team veranstaltet bundesweit Kurse zur Gewaltprävention und Selbstbehauptung für Kinder an Grundschulen. Die Jungen und Mädchen werden von hochqualifizierten Trainerinnen und Trainern geschult, die alle über eine polizeiliche oder kinderpsychologische / pädagogische Ausbildung verfügen. Ziel der Kurse (die keine reinen Selbstverteidigungskurse im herkömmlichen Sinn sind) sind die Stärkung des Selbstbewusstseins, die Gefahrenerkennung und -Vermeidung und die Vermittlung von leicht erlernbaren Techniken der Selbstverteidigung aus verschiedenen Kampfsportarten. Realitätsbezogene Rollenspiele und Realitäts-Checks sind Bestandteile der Kurse. Themen wie Kindesmissbrauch, sexuelle Belästigung, Mobbing, Kontaktanbahnung durch Sexualstraftäter im Internet (Chats, Community-Sites etc.) werden auf kindgerechte Weise angesprochen. Kinder entdecken ihre eigene Stärke!
http://sicher-stark.de/

Erzwingungshaft für Mütter in Deutschland

Ein Klassenkamerad sandte mir ein einschlägiges Zitat Friedrichs des Großen (siehe unten in Rot) das m.E. möglichst vielen in Erinnergung gebracht werden sollte. Gruß Wolfgang Lohmüller

From: Peter Kwella

Sent: Sunday, July 11, 2010 1:53 PM

Subject: Erzwingungshaft...

Zu dem empörenden Vorgang der Erzwingungshaft an Müttern, die ihre Kinder vor verderblichen Einflüssen im Bereich der Sexualität schützen wollen, hier ein Beitrag aus der Geschichte:

"Kein Drang gehört so untrennbar zu unserm Wesen wie der zur Freiheit.Vom gesittetsten Menschen bis zum tiefstehendsten Wilden sind alle gleichermaßen von ihm erfüllt, denn wir sind ohne Fesseln geboren und wollen deshalb auch ohne Zwang leben, ganz auf uns selbst angewiesen bleiben und nicht den Launen anderer unterworfen sein. Dieser Drang zu stolzer Unabhängigkeit schuf gar viele große Männer dieser Welt und hatte jene Regierungsform zur Folge, die man Republik nennt: gestützt auf weise Vorschriften, schützt sie des Bürgers Freiheit gegen alle Unterdrückung und schafft eine Art Gleichheit zwischen den Gliedern des freien Staates, die an den Naturzustand gemahnt." (Friedrich der Große in "Der Antimacchiavell", Kap.9)

WAS IST DARAUS GEWORDEN???

Derselbe Autor an anderer Stelle:

"Nie drückt die Last der Zwingherrschaft wuchtiger, als wenn sich der Tyrann (hier: der Staat, meine Anm.) in das Kleid der Unschuld hüllen will und die Unterdrückung unter dem Deckmantel der Gesetzlichkeit vor sich geht." (Der Antimacchiavell Friedrichs des Großen, 7.Kap.)

Vielleicht sollten sich die "offiziellen Stellen", die im o.g. Fall so empörend handeln, einmal auf die in der Verfassung niedergelegten Rechte des Bürgers besinnen. Ich denke da vor allem an die Religionsfreiheit
Lieber Wolfgang, wenn Du magst, kannst Du diese meine e-mail einem weiteren Leserkreis, der an der Sache interessiert ist, zugänglich machen.

Herzliche Grüße - Peter