In einer idea-Meldung äußert sich Jürgen Werth, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz und Vorstandsvorsitzender von ERF-Medien, zu den Adjektiven "evangelikal" und "fundamentalistisch": Während Fundamentalisten keine anderen Meinungen zuließen und andere Gruppen – etwa Kommunisten oder radikale Muslime – bekämpften, verstünden sich Evangelikale als 'Pro-Bewegung'.
Ihre Markenzeichen seien der Glaube an den dreieinigen Gott, die Bibel, das Heil des Einzelnen, das Eintreten für Menschenrechte und Religionsfreiheit sowie die Bewahrung von Gottes guter Schöpfung. Von ihrem Grundverständnis her seien Evangelikale Garanten für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung. „Evangelikal ist evangelisch im ursprünglichen Wortsinn“, sagte Werth. (Quelle)
Herr Werth, Zeltmacher hat die folgenden drei Fragen an Sie:
1. Inwiefern sind Fundamentalisten eine "Anti-Bewegung"?
Darf man als Christ weiterhin seine Meinung vertreten, die Wahrheit predigen und über die Lüge aufklären oder ist das falsch? War Jesus nur "pro" oder nicht auch "anti", z.B. gegen viele Pharisäer?
2. Inwiefern "bekämpfen" Fundamentalisten Andersdenkende?
Sind Sie schon einmal einem Christen mit dem Schwert in der Hand oder mit einer Bombe um die Hüfte begegnet? Ist gesellschaftliches Engagement im Rahmen von Demokratie und Meinungsfreiheit ein "Kampf"? "Bekämpfen" dann nicht auch Sie die sog. "Fundamentalisten"?
3. Glauben Fundamentalisten etwas anderes als Evangelikale?
Sie betonen, was die Evangelikalen glauben. Sie verschweigen aber, was die Fundamentalisten Ihrer Meinung nach glauben. Glauben sie etwas anders als an Dreieinigkeit, die Bibel, das Heil usw.?
Herr Werth,
Sie meinen definieren zu dürfen was "evangelikal" bedeutet und was "fundamentalistisch". Als Repräsentant schieben Sie "Ihre" Gruppe in die eine Schublade und grenzen sich von der "anderen" scharf ab. Wir meinen, Sie begehen einen Fehler. Sie pauschalisieren und spalten, wo es nichts zu spalten gibt. Wir sind Christen.
Es geht um Inhalte, auch um Bibelauslegung. Wir lassen es nicht unkommentiert, wenn Sie Christen als "Fundamentalisten" in die Ecke drängen, nur weil sie in bestimmten Fragen nicht Ihrer Meinung sind. Nicht jede Kritik ist "anti". So manche deckt die Lüge auf und ist in diesem Sinne "pro".
Außerdem fällt auf, dass es neben ihrer Definition noch viele andere Definitionen christlicher Prominenter von "fundamentalistisch" gibt und man gewinnt den Eindruck, der Begriff dient nur noch der Polemik.
Ja, wir "kämpfen". Traurig, dass es nur noch so wenige tun.
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Kommentare
Hallo Rami
Herr Werth wurde schon in der Vergangenheit wegen anderer Dinge seitens anderer Brüder angeschrieben und es kam nichts zurück. Natürlich ist Niemand zu einer Antwort verpfichtet. Aber das Schweigen alleine kann ja auch schon aussagekräftig sein.
Dieser Mann steht ja auf einer Position wo er Vorbild für zig Christen ist und es ist bezeichnend das er sich davor drückt, Stellung zu einer Meinung zu nehmen, die sehr fragwürdig ist.
http://www.haus-gemeinde.de
Zeit und Nerven
Dass sich die Angesprochenen nicht auf jede Diskussion einlassen und stets alle an sie gerichteten Fragen beantworten wollen kann ich verstehen und es ist wohl nicht nur eine Zeitfrage. Niemand ist zu einer Antwort verpflichtet, man sollte auch nicht versuchen jemanden öffentlich dazu zu nötigen. Ich hülle mich so manches mal auch viel lieber in Schweigen.
Wenn die Brüder - sie sind ja nicht unsere Feinde! - das aber lesen, zur Kenntnis nehmen und vielleicht auch mal darüber nachdenken, dann ist das doch schon ein großer Schritt. Nicht nur die christliche Prominenz hat eine Meinung sondern auch der einfache Christ. Und zu welchem Ergebnis sie dann gekommen sind, lesen wir demnächst wieder in den allgemeinen christlichen Medien.
www.chronologisches-bibelstudium.de
Herr Schirrmacher
hat sich weiterer Stellungsnahmen entzogen. Herr Werth wird dies wohl auch nicht anders machen, da er noch nicht einmal auf Briefe an ihn persönlich reagiert.
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