Die Studie "Porno im Web 2.0" zum Thema Internetpornographie stellt uns vor erschreckende Tatsachen: 45,4% der Jugendlichen zw. sechzehn - neunzehn Jahren konsumieren einmal im Monat Pornos, 9,9% davon täglich. 32,6% nutzen pornographische Inhalte weniger als einmal im Monat und 22,1% nie. Der Erstkontakt liegt bei 50% im Alter zwischen zwölf und vierzehn Jahren.
„Nicht erwartet haben wir, dass alle männlichen Jugendlichen unserer Fokusgruppe pornographische Inhalte im Netz rezipieren und ihre Grundhaltung lautet: ‚Pornos sind normal und Bestandteil des alltäglichen Medienkonsums.’“ Auch alle befragten Mädchen haben Inhalte gesehen, die sie als pornographisch einstufen würden. Internetseiten, die rein pornographische Inhalte zeigen, sind den Mädchen vom Hörensagen und teilweise aus eigener Erfahrung bekannt.
Der Erstkontakt fand allerdings weder bei den Jungen noch bei den Mädchen immer freiwillig oder auf eigene Initiative hin satt. So bekamen die Jugendlichen in sozialen Netzwerken oder in Mails Links von Unbekannten zugeschickt, die auf sexualisierte Inhalte, bzw. Pornos hingewiesen haben. Dieser ungewollte Kontakt traf einige Mädchen der Studie sehr früh und völlig unvorbereitet. Manche von ihnen waren noch im Vorschulalter, dementsprechend reagierten sie mit einem „Gefühl des Schocks oder der Verstörung“. Fragen über Sexualität wurden aufgeworfen (‚Macht der Mann der Frau weh?’) und gleichzeitig empfanden die Kinder Scham über das, was sie gesehen hatten. Einig waren sich die Jugendlichen darin, dass pornographische Inhalte nichts für Kinder unter zwölf Jahren sind.
Quelle: ERF Online
Weitere Artikel:
ERF zum Thema (Internet-)Pornographie
Studie: Pornographiekonsum fördert sexuellen Mißbrauch
Buchempfehlung:








.png)