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Erfahrungen eines Pastors mit Gabenträgern (Auszug)

Ich bin der Pastor einer Kirche, die das Zungenreden nicht betont. Jedoch habe ich mein Bestes versucht, um eine Atmosphäre von christlicher Gemeinschaft und Anbetung zu schaffen, die denen, die in Zungen reden und denen, die nicht in Zungen reden, gefällt. Meine Absicht war, jedem die Türen zu öffnen, der den Herrn Jesus Christus als Retter lieb hat.

Nachdem ich etwa ein Dutzend Zungenredner in der Gemeinde gehabt habe, kam ich nach einem anstrengenden Jahr zu gewichtigen Ergebnissen. Diese Ergebnisse waren herzzerbrechend für mich. Ich erwartete viel mehr von Zungenrednern als ihr Leben zeigte. Meine Enttäuschung hat die folgenden Gründe:

1. Diese Leute kamen lächelnd an, schüttelten die Hände und priesen den Herrn. Sie trugen ihre Bibeln bei sich und wurden ein Teil des Gemeindeprogramms und der Gemeinschaft. Nach einigen Monaten jedoch wurde es offensichtlich, daß sie einen geistlichen Machtkomplex hatten, und dies wurde anstößig. Während sie erklärten, sie seien mit dem Geiste der Demut und Heiligkeit erfüllt, brachten sie genau das Gegenteil zum Ausdruck. Der feine geistliche Hochmut wurde dann deutlicher, als die Worte "Voll Geistes" zu einer zu bedauernden Seuche wurden. Andere Pastoren, mit denen ich redete, hatten gleichartige Erfahrungen gemacht. Oft treffen wir die Haltung des "Alles Wissens" unter den Zungenrednern an, was exakt ihrem Zeugnis widerspricht. Ohne Zweifel erwecken sie den Eindruck, daß die, die nicht in Zungen reden, geistlich noch nicht angekommen sind, kein Verständnis für die Auslegung der Bibel haben und keine Gebetskraft haben, die den Arm Gottes bewegt.

2. Diese Leute haben kein Verständnis für den Begriff der christlichen Disziplin. Bei vielen bleiben Angewohnheiten weltlicher Gesinnung, während sich das Zungenreden gut entwickelt! Sie lassen es nicht zu, zur Disziplin angeleitet zu werden. Sie glauben, sie hätten die geistliche Reife erlangt, als sie die Zungengabe bekamen, und sie schauen gerne auf die herab, die nicht in Zungen reden, selbst wenn diejenigen ein heiligeres, an Jesus hingegebeneres, Leben führen. Die Blindheit gegenüber der Disziplin ist erschreckend. Zungenreden sollte doch sicherlich von Heiligkeit im Alltagsleben begleitet werd en, aber oft ist es nicht so.

3. Diese Leute sind unbelehrbar. Wieder hebt der geistliche Machtkomplex sein häßliches Haupt hoch. Die Zungenredner glauben anscheinend, daß sie alles wüssten, daß sie alle Gotteskinder lehren sollten und daß ihnen die Wahrheit auf jedem Gebiet des christlichen Glaubens gehöre. Ganz gleich über welches Thema des christlichen Lebens beim Bibelstudium gesprochen wurde, es mußte unter dem prüfenden Blick ihres Mikroskopes zu ihrem Endergebnis kommen. Und indem ich dies mit den Erfahrungen anderer Pastoren verglich, fand ich wieder heraus, daß diese Haltung allgemein so ist. Das schadet der Bewegung des Zungenredens und hemmt jene Pastoren, die eine Atmosphäre der Liebe zu allen Christen haben möchten.

4. Diese Leute neigen dazu, Kirchen zu spalten, statt dem ganzen Leib Christi die Einheit zu bringen. In 1. Kor. 12 wird die Einheit des Leibes betont und daß das, was Spaltung hervorruft, nicht geduldet werden darf, wie es von Paulus durch den ganzen Brief klargemacht wird. Wenn die, die in Zungen reden doch bloß diese biblische Betonung verstehen würden! Sie legen sich eine solche Wertschätzung für den Leib Christi zu und reißen doch oft die Glieder des Leibes heraus und verursachen ihm dadurch viel Schmerz. Die Einheit und das Einssein, für das sie eintreten, basiert einzig auf ihren Ansichten und Gebräuchen sowie auf ihrer eigenen Auslegung der Bibel. Kein Spielraum wird gewährt für abweichende Meinungen anderer Gläubiger.

5. Diese Leute werden zu "Zigeunerchristen". Sie bleiben eine Weile in einer Gemeinde, um dann zu einer anderen überzusiedeln. Sie entwickeln keinen Sinn für Treue zu irgendeiner Gemeinde. Überdies zögern sie nicht, andere von der Gemeinde mitzunehmen, wenn sie in eine andere Gemeinde gehen. Und nachdem sie gegangen sind, kritisieren sie mit verletzender Rede Mitglieder der früheren Gemeinde. Fördert dies die Einheit des Leibes Christi? Ist das Ausdruck der Liebe und Heiligkeit des Geistes? Ich versuchte es. Ich versuchte ernsthaft mein Bestes, um die Türen der christlichen Gemeinschaft für die zu öffnen, die in Zungen reden, genauso wie für die, die nicht in Zungen reden. Ich versuchte eine seelsorgerliche Basis der Herzlichkeit und des Verständnisses durch offenes Reden von der Kanzel herzustellen. Aber ich wurde enttäuscht! Ich wurde gerade gegen die gewendet, die ich verteidigte! Warum? Ich bin davon überzeugt, daß sie nicht den Heiligen Geist hatten! Sie wurden von einer Nachahmung, einem Schwindel, beherrscht. Sie lebten auf einem Ich-Trip, einem produzierten religiösen "High". Das tatsächliche Leben dieser Leute paßte nicht zu ihrem Zeugnis! Darum schädigten sie sowohl mich, die Gemeinde, ihr eigenes Zeugnis als auch Jesus Christus!

Ich hatte gehofft, daß die, die die Gabe des Zungenredens erhalten hatten, ein wirklicher Segen für die Gemeinde sein würden. Ich hatte gebetet, daß wir eins würden zur Förderung des Königreiches, daß mehr Seelen gerettet würden und die Gemeinde auferbaut würde in der Kraft des Herrn, um große Dinge zu seiner Ehre zu tun. Ich hatte gehofft und gebetet und alle ermahnt, ihre Einheit in ihm zu finden und somit Wunder im Zeugnis der Gemeinde zu finden. Aber es wurde zunichte! Die Zungenredner sind fort und besuchen eine andere Gemeinde. Für ein weiteres Jahr? Vielleicht. Dann werden sie zu einer anderen Gemeinschaft gehen und versuchen, dort ihre gleichen religiösen Spiele zu machen. Vielleicht werden sie gleich am Anfang weggeschickt. Argwohn gibt es an vielen Orten wegen solcher Erfahrungen, wie ich sie beschrieben habe.

von J. Grant Swank Jr., Pastor der Kirche des Nazareners in Fishkill, New York. (Aus "Christianity Today" vom 28.2.1975)

 

Kommentare

Liebe Schwester

 Bitte schaue nicht auf Dich was Dir gut tut.Schaue auf das Wort welches durch den Heiligen Geist an uns geschrieben ist.

Genau das was Du beschreibst das habe ich auch erlebt ganz klein angefangen...danach "Sätze" mit weinen ,lautem Beten auf Andersprachig....ES TAT MIR GUT....IM GEBET......aber nur ich habe Freude Erlebt,,,,nur Im GEBET,........So bin ich dem Verfallen um diese Freude zu erleben  und eine BEstätigung zu suchen DASS DER HEILIGE GEIST MIT MIR IST...=sprach ich in Zungen...

Biblisch betrachtet ist sogar der Gedanke Falsch  das DIe Gabe des HEiulges Geistes so missbraucht wird um NUR SICH SELBST zu "erbauen" oder nur für sich selbst diese Gabe zu benutzen..........

Suche Im Korintherbrief 14 nach Antworten........

suche das Weshalb, Warum ,Wozu

Das was Du beschreibst was Du erlebt hast und ICH es ist nicht Biblisch,,,,,,,,

GOTT HAT DAMALS DEN MENSCHEN EINE GABE GEGEBEN eine NEUE SPRACHE ZU SPRECHEN.......einfach so von einer sekunde auf die andere......keine WÖrter...keine Sätze sondern eine Komplette SPRACHE ...und das ist EINE GABE!!!

dazu gehört verstehen
und möglichkeit es Auszulegen.

Manche haben die neue Sprache benuzt um Gott zu loben ohne das Verständnis der Anderen ,,,,und genau an diese Menschen ist "Korinther 14"


Zungenrede

 Kann nur bestätigen was dieser Pastor sagt es gibt sogar viel mehr was man noch dazu schreiben könnte...
Es ist schlicht einfach eine Verführung der heutigen Zeit....Es gibt Zungenredner die leben in Ordnung, Gerecht aber der Geistliche Egotrip bleibt und der "geistliche Machtkomplex"wie oben zutreffend beschrieben.

"Unbelehrbar","ihre Wahrheit schon wissend"nett hämisch grinsend mit witzen wird das THEMA verteidigt,,,

Ich war selbst eine Zungenredner...kann auch heute das ganze thema aus dem Wachen Blickwinkel betrachten,,,,,,,man KANN ABER NICHTS DAGEGEN TUN(gegen diese Überzeugung) ...solange Gott in diesem Thema nicht die Augen Öffnet wird man sich durch dieses Thema mit Zungenrednern nur auf dem Kriegspfad befinden,,,,und das ist nicht der Wille Gottes sondern FRIEDEN.....(selbst schon asuprobiert,eine MAuer hört besser zu als jemand der sich Geisltich auf einer höheren Stufe zu befinden scheint)

Hier nochmal ein Anstoss für die, die das Zungereden heute(welches nicht biblisch ist) verteidigen.

Korinther 14,1-4

"EIN ZUNGENREDNER ERBAUT SICH SELBST".........

Forscht nach was Erbaunfg bedeutet ......ich bin der Überzeugung das Erbaung OHNE
 DAS VERSTEHEN DER SPRACHE  NICHT STATTFINDET.....deshalb haben die Sprachenredner damals Ihre Sprachen selbst verstanden und konnten sich durch diese ERBAUEN!Aber nur sie, solange sie es den Zuhörern nicht 100% sinngemäss ausgelegt haben.Wer 2 Sprachen reden kann weis dass Auslegung  nicht so einfach ist.

Also ist es eigentlich einfach, die heutigen Sprachenbegabten verstehen nichts was sie sagen von daher kann man es mit gutem Gewissen als NICHT BIBLISCH BETRACHTEN:

Gruss an Alle :-)

Andreas

Zungenrede

Seltsam was dieses Thema doch für Wellen schlägt.
Zungenreden wird auch heute noch praktiziert.
Doch was tatsächlich dahinter steckt ist wahrlich geheimnisvoll.
Wer kann´s fassen?
Gruß

 


Um zu einer Schafherde zu gehören ist es unabdingbar selbst Schaf zu sein!

Dein Kommentar hat ja fast

Dein Kommentar hat ja fast apostolische Autorität, Wolle :-)

Die Exegese halte ich für schwach. Wie kann in einer Gabe ein Endpunkt "eingebaut" sein? Entweder Gott schenkt eine Gabe oder nicht bzw. nicht mehr, egal welche. Die sprachliche Unterscheidung scheint mir weit hergeholt, zumindest deren sehr weitreichende Auslegung in dieser Deutlichkeit sehr gewagt.

Zu 1) "Der Zweck dieser zeitlich begrenzten Zeichengaben war die Bestätigung der Botschaft der Apostel als Wort Gottes." Aus meiner Sicht hat sich darin bis heute nichts geändert, wenn der Missionar zu den Unerreichten geht.

Zu 2) Der Bezug zu Israel entfällt auf dem Missionsfeld. Die Situation bleibt aber ähnlich wie damals, dass die Sprachenrede ein - bestätigendes - Zeichen für die Ungläubigen ist.

Zu 3) Völlig richtig, aber kein Beweis in der Argumentation.

Zu 4) Es gibt immer noch Völker, welche die Bibel noch nicht haben.

Zu 5) Eher ein Beweis für die untergeordnete Bedeutung.

Zu 6) Die Kirchengeschichte lehrt mich etwas anderes:

Wenn ich vom Missionsfeld höre, dass Missionare in den einheimischen Sprachen zu den Menschen dort geredet haben, dann glaube ich ihnen das und es passt m.E. ins biblische Bild.

Mein persönliches Fazit: Ob die Sprachenrede hier oder dort aufgehört hat oder auch nicht, überlasse ich getrost dem HERRN. Ungeachtet dessen verweise ich auf meinen Kommentar ganz unten.

_________________________________________________________________________

"Man kann erst tolerieren, wenn man anderer Meinung ist." - D.A. Carson
 

Beweise für Aufhören von Zungenrede

Liebe rose,

die Zungenrede, oder besser Sprachenrede hat definitiv aufgehört!

Dazu folgende Beweise:
"Die Liebe hört niemals auf. Aber seien es Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird  weggetan werden." (13,8)

Wegtun = katargeo (2673) = »wegreduzieren« oder »beseitigen«
Weissagung und Erkenntnis werden enden, werden ausgeschaltet, wenn »das
Vollkommene da ist« (V. 9-10). Beide Formen des Verbs in Vers 8, ebenso in Vers
10, sind passiv; das heißt, dass etwas oder jemand ihr Aufhören bewirken wird.

Wenn wir in der Ewigkeit bei Gott sind dann brauchen wir kein Wort Gottes aus der Schrift mehr oder Erkenntnisse darüber

Aufhören = pauo (3973) = »enden«, »auslaufen«
Im Gegensatz zu katargeo wird dieses Verb hier im Griechischen in der Medium-
Form verwendet, das, wenn es für Personen gebraucht wird, auf eine vorsätzliche
Handlung an sich selbst hinweist. Bei leblosen Dingen bezeichnet es eine reflexive
Handlung. Die Ursache kommt aus dem Inneren; es ist eingebaut. Gott baute der
Gabe der Sprachen einen Endpunkt ein. »Diese Gabe wird von selbst aufhören«,
sagt Paulus. Wie eine Batterie hat sie einen begrenzten Energievorrat und eine
begrenzte Lebensdauer. Wenn die Grenzen erreicht werden, hört seine Aktivität
automatisch auf.

Weissagung und Erkenntnis werden aufhören durch etwas außerhalb von ihnen,
aber die Gabe der Sprachen wird von selbst aufhören. Diese Unterscheidung der
Begriffe ist unstrittig.

Wann enden sie?

Beweis 1:
"Die zeitlich begrenzten Zeichengaben sind Wunder, Heilungen, Sprachenrede und
deren Auslegung. Der Zweck dieser zeitlich begrenzten Zeichengaben war die
Bestätigung der Botschaft der Apostel als Wort Gottes – bis zu der Zeit, als die
Heilige Schrift, Gottes geschriebenes Wort, abgeschlossen war und sich selbst
bestätigte.
»Diese [Errettung] wurde ja zuerst durch den Herrn verkündigt und ist uns dann von
denen, die ihn gehört haben, bestätigt worden, wobei Gott sein Zeugnis dazu gab mit
Zeichen und Wundern und mancherlei Kraftwirkungen und Austeilungen des Heiligen
Geistes nach seinem Willen« (Heb 2,3-4).

Beweis 2:
Der Wegfall ihres Zwecks, ein Zeichen des Gerichts über Israel zu sein (1 Kor 14,21;
vgl. Jes 28,11-12).
Mit anderen Worten: Weil die Israeliten sich geweigert hatten, auf Gott zu hören und
ihm zu glauben, als er deutlich zu ihnen redete, sagte der Prophet, dass der Tag
kommen würde, an dem Gott zu ihnen in einer Sprache reden würde, die sie nicht
verstehen könnten, als Zeugnis gegen ihre Verwerfung Gottes.
Sprachenrede wurde nicht als Zeichen für Gläubige gegeben, »sondern für die
Ungläubigen « (1 Kor 14,22), besonders für die ungläubigen Juden.
Mit der Zerstörung des Tempels im Jahr 70 n.Chr. wurde die Sprachenrede als
Gerichtszeichen nicht weiter benötigt. Auch heute ist kein Zeichen dafür erforderlich,
dass sich Gott von Israel der Welt zuwendet.

Beweis 3:
Die Sprachenrede war ein untergeordnetes Mittel zur Erbauung. Wenn sie richtig
ausgelegt wurde, konnte sie auf begrenzte Weise erbauen (1 Kor 14,5.12-13.27-28).
Doch die Hauptabsicht von 1. Korinther 14 ist zu zeigen, dass Sprachenrede ein
untergeordnetes Mittel zur Kommunikation (V. 1-12), zum Lob (V. 13-19) und zur
Evangelisation (V. 20-25) war. Sprachenrede bot nur begrenzte und geringe
Erbauung, wohingegen Weissagung ihr in jeglicher Weise überlegen ist
(V. 1.3-6.24.29.31.39). S.a. Vers 9.

Beweis 4:
Nach Fertigstellung des Neuen Testaments war keine Bestätigung der apostolischen
Autorität und Lehre mehr notwendig. Echte Sprachenrede war verbunden mit einer
unmittelbaren Offenbarung Gottes an den Sprecher, dennoch war die Offenbarung
verhüllt und bedurfte einer Übersetzung oder Auslegung, oft sogar für den Sprecher
selbst (1 Kor 14,27-28). Die Offenbarung von Gottes Wort war vollständig, als das
Neue Testament abgeschlossen war, und es darf ihm nichts hinzugefügt oder von
ihm weggenommen werden (Offb 22,18-19). Der bestätigende Zweck der
Sprachenrede war beendet.

Beweis 5:
Fünftens ist es vernünftig zu glauben, dass die Sprachenrede aufgehört hat, weil
ihre Verwendung nur in den frühen Büchern des Neuen Testaments erwähnt wird.
Die meisten Bücher nennen sie nicht. Paulus führt sie nur in diesem Brief an, und
Jakobus, Petrus, Johannes und Judas erwähnen sie überhaupt nicht. In der
Apostelgeschichte erscheint nach 19,6 kein Hinweis mehr auf sie.

Beweis 6:
Sie ist seit der apostolischen Zeit während neunzehn Jahrhunderten
Kirchengeschichte nur in zweifelhaften Fällen wieder aufgetreten. In den Schriften
der Kirchenväter wird nirgends auf die Gabe der Sprachenrede hingewiesen, sie wird
dort nicht gefunden. Clemens von Rom schrieb im Jahr 95 einen Brief an die
Korinther, nur ungefähr vier Jahrzehnte, nachdem Paulus den 1. Korintherbrief
geschrieben hatte. Clemens erwähnt in den Erörterungen von Problemen in der
Gemeinde die Sprachenrede nicht. Johannes Chrysostomos lebte von 347 bis 407.
Als er über 1. Korinther 12 schrieb, stellt er fest, dass Sprachenrede und andere
Wundergaben nicht nur aufgehört hatten, sondern auch nicht genau definiert werden
konnten.

Fazit: Diese Gabe hat im apostolischen Zeitalter aufgehört.

Zungenrede biblisch betrachtet

Hallo Rami,
da dieses Thema die Gemeinde Christi seit etwa 100 Jahren spaltet, und dies niemals auf den Heiligen Geist zurück zu führen sein kann, sollten die Ursprünge und Ziele der charismatischen Bewegung, die die Zungenrede in die Gemeinden weltweit transportierte, genau hinterfragt werden.

Es gibt eine sehr genaue Bibelarbeit zu diesem Thema: „Ich rede mehr in Zungen als ihr Alle“ F. Legrand http://www.cbuch.de/product_info.php?products_id=3413
und: http://www.cbuch.de/product_info.php?products_id=1758

Das Inhaltsverzeichnis kannst Du unter
http://www.youblisher.com/p/221996-G-F-Rendal-Ich-rede-mehr-als-ihr-alle...
schon mal einlesen.

Viel Erbauung und Freude beim lesen. Herzliche gesegnete Grüße Andreas

zungenrede

 schade das es mittlerweile zu einer schwierigen angelegenheit geworden ist sich zur zungenrede zu bekennen . ich bin eine die sich manchmal nicht mehr traut dazu zu stehen,im internet ist es noch einfach aber im leben ........--
doch ich verstehe die vorbehalte , ich sie selbst habe .meine erlebnisse mit anderen die vorgaben in zungen zu reden und doch nur merkwürdige laute rausbrachten und das über wochen . zungenrede kann so anfangen weil man sich anfangs nicht selbst traut, doch nach ein paar tagen übung ist es eine fließende sprache , welche nicht immer die gleiche sein muß. so habe ich erlebt das ich einen satz in latein sagte obwohl ich es nicht konnte , aber mein gegenüber verstand es . vom klang her kann ich darauf schließen das ich seitdem nie wieder latein gesprochen habe (ich kanns immer noch nicht ).
mir hilft das zungengebet zum beispiel wenn ich autofahre und gleichzeitig beten will, weil ich es nur fließen lassen muss und nicht abgelenkt werde. es hilft mir wenn ich für eine person beten will und nicht weiß wie und was --
ich bin genauso wie paulus froh das ich in zungen beten kann.
doch weiß ich das es nicht sein kann, das es gut ist wenn menschen darüber keine kontrolle haben, so denke ich das tranceartiges zungenreden wahrscheinlich nicht von gott ist (ich kann mich irren)ich glaube das gott uns immer die entscheidungsfreiheit läßt und keine art von zwang dabei sein darf.Übergeistlich bin ich deshalb nicht , (lach) und ich weiß auch nicht mehr als andere , außer das zungenrede von gott eine gute sache ist.

 

Zur Zungenrede

Lieber Rami,
Du spricht da einen wichtigen Punkt an und von den ganzen Gabenträgern will dies keiner wahrhaben was da steht. Meine Frau hat sich auch schon den Mund fusselig geredet weil sehr viele Christen aus dieser Richtung mehr nach Gefühl und Erfahrung gehen als nach dem was geschrieben steht.
Meine erste Erfahrungen damals war damit, dass einfach beschlossen wurde, dass Du die Gabe kriegst, obwohl es eigentlich heißt, dass der heilige Geist die Gaben austeilt wie Er will.
Und der H.G. lässt sich nicht zwingen.

Und ein Schlüsselvers aus 1Kor 14,21+22:
Im Gesetz steht geschrieben: »Ich will mit fremden Sprachen und mit fremden Lippen zu diesem Volk reden, aber auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr«.
Darum dienen die Sprachen als ein Zeichen, und zwar nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die Weissagung aber ist nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen.

Also als Zeichen für die ungläubigen Juden.

Und noch ein paar ergänzende Sätze:

· Die Zungerede ist keine Gebetsmethode - Ein Zeichen ist kein Gebet.
· Nur wenige sollten die Sprachenrede nutzen (1.Kor. 14,27)
· So viele wollen das Zungenreden lernen. Doch die Jünger konnten die Sprachenrede sofort ohne Üben oder andere vorhergehenden Übungen.
· Es gab nur einen Typ von Sprachenrede in der Bibel. Bei der Sprachenrede von Apg2 handelte es sich um dasselbePhänomen wie in 1.Kor 12-14.
· 1Kor 14,4: Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst... ist ein Tadel von Paulus.
· Kor.13,1 steht im original "ean" = "falls". bedeutet sinngemäß: Wenn ich in Engelssprachen reden "würde"...Woher sollen die Engel in Sprachen reden?
· Paulus hat vor ungläubigen Juden in Sprachen geredet wo immer er hinkam um das Wort Gottes zu verkünden
· Die Vielfalt der Sprachen war kein Segen sondern die Folge vom Hochmut des Menschen gegen Gott (1Mo 11,1-9). Übrigens: Alle Sippen, die eine neue Sprache bekamen, verloren ihre ursprüngliche. Dafür beherrschten sie die jeweils neue Sprache ohne vorangegangenen Lernprozess.
· 1.Kor.13,8: Sprachen werden aufhören

Zungenreden

Ich will das hier noch einmal unterstreichen:

Ich bin davon überzeugt, daß sie nicht den Heiligen Geist hatten! Sie wurden von einer Nachahmung, einem Schwindel, beherrscht. Sie lebten auf einem Ich-Trip, einem produzierten religiösen "High". Das tatsächliche Leben dieser Leute paßte nicht zu ihrem Zeugnis!

Ich bin ähnlich wie der Autor davon überzeugt, dass die meisten sog. "Zungenredner" sich selbst betrügen. Sie blabbern wirres Zeug das keiner versteht, nicht einmal Gott :-) Ich will nicht sagen, dass es die Gabe nicht mehr gibt. In Korea hatte ich Zungensprache gehört und es klang anders. Meine Schwiegermutter hatte die Gabe der Rede und der Auslegung, hatte es aber kaum praktiziert. Ich hörte von Begegnungen, in denen der Gabenträger in einer ihm fremden Sprache wie z.B. Englisch oder Chinesisch seinem Gegenüber verständlich Gott loben konnte. Die Gabe - auch Engelszungen - ist zuallererst eine Sprache, die man auslegen bzw. übersetzen kann.

Was ich bei den zahlreichen Gebetstreffen in Korea - seltenerweise - gehört hatte (die Koreaner beten dort auch laut jeder für sich), klang ganz wesentlich anders - oder einfach gesagt: schöner - als die harten, aggressiven Töne die ich hier manchmal hören muss wenn es sich nicht vermeiden lässt. Ich bin davon überzeugt, 80-90% sind menschliche Zungen und Selbstbetrug, anderen nachgeahmt und sich selbst 'beigebracht' (Lalala und Chackaracka kann wohl jeder wenn er genug übt), etwa 10% ist wahrscheinlich sogar dämonisch und nur vielleicht 1-2% ist wirklich die biblische Gabe. Und die - nur nebenbei zu erwähnen - sollte ohne Auslegung erst gar nicht in der Gemeinschaft praktiziert werden, spätestens hier sollte man doch gehorsam sein.

Ich kann mich auch irren, ich weiß. Ist nur meine Meinung entsprechend meiner Erfahrungen und Gespräche. Jedenfalls sollten sich die vielen den Artikel zu Herzen nehmen, die es betrifft.

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"Man kann erst tolerieren, wenn man anderer Meinung ist." - D.A. Carson