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Bitte um informelle Hilfe im Fall "ERF vs. Nikodemus.net"

Liebe Geschwister,

wir bitten Euch um Hilfe für unser bibeltreues Internetprojekt www.evweb.de. Es geht nicht um Spenden (Spenden nehmen wir grundsätzlich keine an), sondern um informelle Hilfe:

Nach dem Aus für www.Nikodemus.net - als Referenzseite für bibeltreue Antworten auf Glaubensfragen und einer der umfangreichsten Sammlungen von bibeltreuen Inhalten im deutschsprachigen Internet, möchte der ERF (www.ERF.de) nun auch gegen Webseiten gerichtlich vorgehen, die Inhalte des abgeschalteten Nikodemus.net verbreiten. Auch unsere bibeltreue Webseite evweb.de ist davon betroffen, teilweise gegen den Wunsch von Autoren von Nikodemus.net.

Dr. Jörg Dechert (Chef von ERF-Online) hat uns geschrieben: „Es ist sinnlos, wenn Sie versuchen die Autoren der ehemaligen Nikodemus.Net-Artikel wegen der Erteilung von Veröffentlichungsrechten anzuschreiben. Die Veröffentlichungsrechte für diese Inhalte liegen beim ERF. […] Entweder Sie haben die betreffenden Inhalte bis Ende dieser Woche von Ihrer Website entfernt, oder wir leiten rechtliche Schritte gegen Sie ein.“

Inzwischen haben wir zwar etliche Veröffentlichungsrechte von Autoren von Nikodemus.net erhalten, aber wir wissen nicht, ob der ERF trotzdem rechtlich gegen uns vorgehen kann. Die Rechtsabteilung des ERF hat uns konkret strafrechtliche Konsequenzen angedroht.

Deshalb mussten wir die Artikel auf www.evweb.de zunächst sperren. Wenn sich jemand von Euch in solchen Fragen auskennt, würden wir uns über Hilfe freuen. Außerdem konnten wir noch nicht alle Autoren von Nikodemus.net erreichen, weil wir nicht alle kennen. Wenn Du ein Autor von Nikodemus.net bist (oder kennst) und die Arbeit von Nikodemus.net fortführen möchtest - bitte melde Dich unter: info@evweb.de.

Vielleicht ist die Webseite evweb.de doch noch zu retten? Über informelle Hilfe jeder Art würden wir uns freuen.



Anm. von Zeltmacher:

Die durch unsere Spenden finanzierte Rechtsabteilung des ERF hatte abschließend in einer Email formuliert:

"Ich mache Sie hiermit ausdrücklich darauf aufmerksam, dass auch die einzelnen Autoren die Möglichkeit haben, rechtliche Konsequenzen aus der ungenehmigten Veröffentlichung und Bearbeitung ihrer Beiträge zu ziehen."

Nach unseren Recherchen im Internet haben entweder die Autoren selbst oder aber der entsprechende Verlag das ausschließliche Nutzungsrecht, nicht aber beide. Der ERF geht außerdem davon aus, dass er "im Interesse der Autoren" handelt, was wir stark bezweifeln.

Es ist traurig, dass wir unter Christen vor Gericht gehen müssen. Nun ist es aber soweit und unsere Bitte an Sie, ob Sie mit Ihrem Rechtswissen helfen können. Oder kennen Sie vielleicht jemanden?

 

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Kommentare

informelle Hilfe

Wie ich inzwischen sehe, ist die Bitte um informelle Hilfe von den Seiten des evweb verschwunden oder ich sehe sie nicht mehr.

Rechtssystem

@ sofern sie den biblischen nicht widersprechen...

Den Richter interessieren die Hintergründe nicht, das ist wohl richtig. Aber unseren HERRN interessiert es, und uns sollte es auch interessieren. Deswegen finde ich "Solidaritätsbekundungen" gar nicht so verkehrt, und vielleicht helfen sie sogar in der Sache weiter, zB wenn der ERF Einsicht zeigt und Gott selbst eingreift.

Wer von uns selbständig arbeitet, der weiß dass man das Gesetz auch gut missbrauchen kann. Am Ende steht dann der Richter vor einem und sagt sinngemäß: "Ich weiß, dass das eigentlich nicht in Ordnung ist, aber so steht es nun mal im Gesetz." Ich komme aus dem Steuerrecht, die verstehen ihr System doch selbst nicht.

Das Vertrauen in unser Rechtssystem habe ich spätestens dann verloren, nachdem ich Schicksale miterlebt habe, die nur durch Rechtsbruch überleben konnten. Die Geschichten aus Salzkotten, Verfassungsbruch in der Finanzpolitik und das Antidiskriminierungsgesetz tun ihr übriges dazu.

Deswegen glaube ich schon, dass es wichtig ist, sich hier eine christliche Meinung zu bilden und dabei vor Gott zu stehen, nicht vor einem weltlichen Richter. So steht es doch auch geschrieben, oder? (1 Kor 6)

Natürlich sehen wir auch die Hinweise zur rechtlichen Situation. Die zeigen uns doch, dass der Fall noch lange nicht entschieden ist. Und wenn Du, planet, davon ausgehst, dass die Angelegenheit im Sinne der Autoren ausgeht, dann freut mich das. Auch Deine positive Einstellung dem ERF gegenüber und die Hoffnung, das alles lässt sich sachlich und nüchtern klären, finde ich gut.

Hoffen wirs, beten wir dafür.

Hallo Wolle777

wie schon gesagt geht es hier nicht um eine Beurteilung des ERF, sondern um die Beantwortung einer 'informellen Hilfe'. Man mag sich durch das Verhalten des ERF vor den Kopf gestoßen fühlen, es bleibt aber eine Tatsache, daß trotzdem eine gerichtliche Auseinandersetzung folgen kann, die eine Unterlassungsklage zur Grundlage hat.
Das eigene Urteil über die ERF spielt dabei gar keine Rolle und wird den Richter nicht interessieren. Solidaritätsbekundungen mit dem Betreiber des evweb sind zwar hilfreich und ermutigend, helfen in der Sache  aber nicht weiter.
Zwischen Recht haben und Recht handeln kann immer eine Diskrepanz liegen, die zu mancherlei moralisch-biblischen Überlegungen führt, aber dennoch wird in solchen Fällen wie hier einfach gerichtlich-weltlich geurteilt. Es ist nun mal leider so und genau darum hat der Betreiber des evweb auch um informelle Hilfe gebeten, die die juristische Seite beleuchten soll. Vielleicht ist ja erkennbar, daß meine Hinweise zu einer Lösung beitragen könnten, wenn sie sich als stichhaltig herausstellen.

PS: Zu den Zitaten. Auch dazu gibt es eindeutige Regeln. Erlaubt sind sog. Kurzzitate, aber auf keinen Fall ganze Artikel oder Werke.

Wes Geistes Kind der ERF

Wes Geistes Kind der ERF mitlerweile geworden ist, hat sich in früherer Zeit schon gezeigt gehabt, als sie anfingen unbiblische Themen von Personen zu senden, die eher etwas mit Mystik zu tun hatten als  mit dem klaren Evangelium. Oder alleine die Volxbibel schon zu befürworten...
Und man beachte auch die Tendenz (siehe auch Buch "Die große Anpassung") hin zum verwaschenen Evangelium und zur verwaschenen biblischen Lehre;also zum Breiten Weg hin.
So mit anderen Christen umzugehen ist schon unverschämt. Gesetze hin oder her (lieber Planet) und das mag ja stimmen und dennoch würden etliche Christen z.B. den §34a Stgb (Notwehrparagraph-anderen zu helfen) nicht folgen wollen.
Und ich muss einfach Rami recht geben, weil unter Christen solche Methoden mit Androhung mit Gericht unwürdig sind und auch von der Geschwisterliebe sehr weit entfernt sind.
Und weil der ERF diesen Schritt geht, zeigt mir das auf, wie wichtig  Nekodemus.net war und ein zukünfitiges Nikodemus.net sehr wichtig ist.
Auch wenn man nicht mehr alle Artikel herstellen kann und auh nicht cehr alle Autoren greifbar sind, so kann es doch trotzdem gut neu entstehen.
Wir haben noch viele gute bibeltreue Autoren.
Und: zitieren eines textes mit Quellenangabe ist eigentlich nie verboten.

Hallo Rami

Hallo Rami,

die 'Obrigkeit' hat nun mal Regeln aufgestellt und sofern sie den biblischen nicht widersprechen, ist ein Christ verpflichtet auch diese zu beachten.

Es ist doch ein Unterschied, ob ich etwas nachträglich legitimieren möchte oder von vornherein einen gangbaren Weg suche, meine Vorstellungen zu verwirklichen.

Natürlich nehme auch ich an, daß die Autoren ihre Artikel veröffentlicht sehen wollen, daher meine ich, daß die Rechte, sofern es sich überhaupt um ausschliessliche Rechte handelt, mit Schließung der Seite terminiert sind, bzw. die Rechte widerrufen werden können. Die Bedingung für eine Überlassung der Texte war ja mit der Veröffentlichung verknüpft, jedenfalls kann so der Wille der Autoren interpretiert werden. 
Aber das läßt sich zweifelsfrei sachlich und nüchtern klären und jegliche Spekulationen über hintergründige Motivationen sind nicht dienlich. Jedenfalls ist das meine Auffassung. Hoffen wir mal, daß die Angelegenheit im Sinne der Autoren ausgeht, wovon ich mal fest ausgehe.

Hallo planet

Hallo planet,

eigentlich ist das ja kein Forum...

Nach welchem Rechtsbewusstsein leben wir, nach dem weltlichen oder dem biblischen? Für mich ist die Sache sowas von glasklar dass ich mich wundere. Wenn ein Autor von Nikodemus seine Zeit und Kraft dafür einsetzt, vor unserem HERRN geistliche Fragen bibeltreu zu beantworten, inwiefern sollte er dann jetzt ein Interesse daran haben, dass seine jahrelange Arbeit nun überall vernichtet wird? Außerdem steht evweb.de doch auch im Kontakt mit den Autoren und hat bereits positive Reaktionen von ihnen erhalten. Ehrlich gesagt verstehe ich auch den ERF nicht, dass er Nikodemus abgeschaltet hat. Das klingt für mich alles nach dem kindlichen "Es geht hier ums Prinzip!"

Rechtsbewußtsein

Hallo Rami,

du darfst mich ruhig selber ansprechen und mußt nicht in der dritten Person von mir berichten

Worum es geht ist doch ein ausreichendes Rechtsbewußtsein und nicht darum was die ERF ist und wie sie agieren sollte. Der einfach Fakt sieht so aus, daß Text ohne jegliche Genehmigung weder von der ERF noch von den Autoren selber verwendet wurden. Das ist nach gültiger, heutiger Rechtsaufassung illegal. Diese Regeln gelten auch für den Glaubensbereich und man hätte sich vor der Benutzung kundig machen sollen, denn dann hätte man Streit vermieden und wäre in der Lage gewesen die richtigen Schritte zu unternehmen bzw. die rechtliche Lage zu klären.
Auch für mich spräche nichts dagegen, diese Artikel frei und ohne Einschränkung zu verwenden, aber die rechtliche Lage sieht nun mal anderes vor und daran sind auch Christen gebunden. Die Autoren hätten im Zweifelfalle vor einer Rechtevergabe sich weitergehende Gedanken machen können oder sogar müssen und die Rechtvergabe so zu vergeben, daß keine Schwierigkeiten bei einer anderweitigen Verwendung auftreten könnten. Warum nicht darauf bestehen, daß eigene Texte als eine Art 'OpenSource' behandelt werden können. Aber das Gute ist ja, an solchen Dingen kann man lernen und in Zukunft alles besser machen.

Brechstange

Also planet ist m.E. etwas zu optimistisch im Vertrauen auf die geistliche Bruderschaft mit dem ERF. Die sagen, was wir zu tun und zu lassen haben, und fertig. Eine Einsicht oder Einigung auf friedlichem Wege wäre wohl wünschenswert, aber daran glaube ich beim ERF nun wirklich nicht. Oder bin ich kleingläubig?

Die Brechstange sollte m.E. der ERF aus der Hand legen. Er sieht sich in einer Machtposition, die ihm im Reich Gottes nicht zusteht. Wir sollten uns gegenseitig dienen, nicht aus- bzw. abschalten. Und eben weil die Rechtslage noch lange nicht so klar ist wie der ERF mit seiner Rechtsabteilung meint, scheint mir, es lohnt sich hier wirklich für eine gute Sache zu kämpfen.

Oft wurden mir im Gespräch mit jungen Christen Fragen gestellt, die bei Nikodemus wirklich gut beantwortet wurden. Darauf konnte ich dann verweisen. Ich habe dort gerne mal reingeschaut. Das geht jetzt nicht mehr, weil Herr Dr. sowieso meint, es besser zu wissen und mit mehrglauben auch mehr Frucht bringen zu können.

Der Streit ist hässlich, aber agiert hat zunächst einmal der ERF. Wie reagieren wir? Die Postmoderne sagt: ruhig bleiben, keinen Streit, immer tolerant und lieb bleiben, ist sowieso alles egal. Ich sage: kämpfen, es zumindest versuchen. Und ein bißchen Protest und Empörung kann dabei ruhig auch zum Ausdruck kommen, finde ich.

So ein bißchen erinnert mich der ERF übrigens an die Politik: die vergessen auch, dass sie vom Wähler gewählt wurden. Der ERF vergisst, von wem er eigentlich unterstützt wird und wem er dienen soll, nämlich nicht dem eigenen Ego sondern der christlichen Gemeinde, und das sind z.B. auch wir.

Nach unseren Recherchen im

Nach unseren Recherchen im Internet haben entweder die Autoren selbst oder aber der entsprechende Verlag das ausschließliche Nutzungsrecht, nicht aber beide. Der ERF geht außerdem davon aus, dass er "im Interesse der Autoren" handelt, was wir stark bezweifeln.

Hallo Zeltmacher,

das kommt darauf an, wie dies vertraglich geregelt wurde. Grundsätzlich kann man jede Art Vereinbarung über Art, Umfang und Dauer treffen, beispielsweise auch, daß Exklusivrechte eingeschränkt werden, je nach Interessenlage des Autors.
Wie ich schon schrieb, könnte es möglich sein, daß solch weitreichende Rechtevergabe zwingend der Schriftform bedarf. In diesem Fall müßten die Autoren ja Auskunft darüber geben können, inwieweit die Rechtevergabe reicht und vergeben wurde.

Rechte können übrigens auch erlöschen oder es kann ein Rückruf erfolgen. Die Bedingungen dazu müßte man sich im Urheberrechtsgesetz ansehen. Da ich davon ausgehe, daß die Autoren unentgeltlich ihre Beiträge dort veröffentlichten, stellt sich sowieso generell die Frage, inwieweit diese an ihrer Rechtvergabe gebunden sind.

leider nein

Hallo Fred,

leider nein. Eine einfache Änderung der Originaltexte wird nicht ausreichen. Die Urheberrechte ergeben sich ja aus einer gewissen Schöpfungshöhe eines Werkes. Natürlich könnten die Leitgedanken eines Textes umformuliert werden, allerdings müßte es sich erkennbar und eindeutig um eine eigenes, selbständiges Werk handeln.

Um die Originaltexte weiterhin nutzen zu können wäre daher, wie ich es mit meinen Fragen schon andeutete, die Klärung der Rechtevergabe unumgänglich. Bei einem einfachen Nutzungsrecht ist die Sache nach meinem Verständnis unproblematisch, vorausgesetzt, die Erlaubnis der Autoren für eine weitere Verwendung liegt vor. Bei Exklusivrechten ergeben sich nach meiner Auffassung folgende Gesichtspunkte:

Punkt1:

Es ist die Frage zu klären, ob bei der Erteilung von Exklusiv-Rechten nicht eine schriftliche Vereinbarung vorliegen muß, d.h., daß juristisch gesehen die Schriftform einer Erklärung über ausschließliche Rechte vorliegen müßte. Andere Vereinbarungen, beispielsweise durch einen Klick auf Nutzungsbedingungen wären dann auf ihre Gültigkeit zu hinterfragen. Auch der Inhalt einer möglichen schriftlichen Vereinbarung wäre bedeutsam. Muß beispielsweise eine Aussage über die zeitliche, räumliche und inhaltliche Verwertung getroffen werden und weiterhin die Frage geklärt sein, welche Verwertungsrechte dem Autor weiterhin zustehen? Es wäre also die Form und der Inhalt zu untersuchen und durch einen geeigneten Juristen festzustellen, was übliche Praxis, was gesetzlich und was zwingend vorgeschrieben ist.

Punkt2:

Der Zweck und die Absicht der Autoren war es ja, ihre Texte zu veröffentlichen und anderen Menschen nutzbringend zur Verfügung zu stellen. Es gab also ein Ziel und einen Grund die Rechte einem Dritten zugänglich zu machen. Dies ist die Voraussetzung für die Nutzung in meinen Augen. Diese lautet: Benutze meine Texte, damit sie lesbar und öffentlich anderen Menschen nützlich sind. Es ist also eine Verpflichtung mit der Bereitstellung dieser Texte verbunden. Fällt diese Grundlage weg, stellt sich logischerweise   ebenfalls die Frage, was mit den Autorenrechten passiert. Sind diese durch den Wegfall dieser Vereinbarung aufgehoben? Fallen sie durch Schließung der Seite automatisch an den Urheber zurück? Ein wichtiger Gesichtspunkt, wie ich meine, denn die Absicht der Autoren kann nicht einfach umgangen werden und isoliert und einseitig auf eine Abgabe evtueller Exklusivrechte abgestellt werden. Es wurde nach meiner Meinung quasi eine Geschäftsgrundlage aufgebaut, die gegenseitige Verpflichtungen enthält, nämlich auf der einen Seite die Nutzungsrechte, auf der anderen das Interesse an einer Veröffentlichung. Dies könnte zwingend in einem Zusammenhang gesehen werden.

Es ergibt sich also eine Menge Klärungsbedarf und mit den wenigen Informationen die hier zur Verfügung gestellt wurde, bleibt alles im spekulativen Bereich .

Zitat Fred:
Man könnte auch eine Aktion starten. Jeder der teil nehmen möchte schreibt über das Kontaktformular auf der ERF-Seite denen eine E-mail: Was das für ein Benehmen ist unter Christen oder warum man dann überhaupt zu Christus führen möchte. Möglichst mehrmals.
Ich meine es ist echt verletzend so offene Feindlichkeit von, man meinte Geschwistern, zu erlebe  ZitatEnde

Also, dazu ist erstmal folgendes aus meiner Sicht zu sagen. Die ganze Angelegenheit scheint mir wenigstens suboptimal verlaufen zu sein. Es ergibt sich aus den bisherigen Informationen folgendes Bild: Ohne die bisherigen Verwerter der Texte zu fragen oder sich um juristische Feinheiten zu bemühen, wurden die Artikel in eine neue Seite eingestellt. Das scheint mir eine Vorgehensweise mit der Brechstange zu sein und läßt zumindest die Idee aufkommen, ob nicht eine Anfrage beim ERF bezüglich der Verwendung die bessere, elegantere und vor allem christlichere Variante gewesen wäre.
Schon zeigt sich nämlich die zweite Seite der Medaille, unabhängig davon welche Art Rechte tatsächlich vorliegen, hätte es ja die Möglichkeit gegeben einige Dinge im Vorwege zu klären und sich Gedanken darüber zu machen, wie ein friedfertiger und christlicher Weg denn aussehen würde.
Der Eindruck einer gewissen antipathischen Haltung gegenüber der ERF hat sich bei mir auch durch gewisse Vorwürfe dieser gegenüber in dem bis vor kurzem noch veröffentlichen Mailverkehr gezeigt. Für meinen Geschmack wird hier zu sehr ein Feindbild aufgebaut und Dinge angesprochen, die nichts miteinander gemein haben, kontraproduktiv und schädlich sind.
Darüber gilt es ebenfalls nachzudenken. Gerade in dem Bereich 'gefühltes Recht' gibt es so manche Fallen, die juristisch aber auch für jemanden persönlich Nachteile erbringen könnten. Darum gilt es kühlen Kopf zu bewahren und nicht Fronten aufzumachen, die zur Klärung nichts beitragen und zudem zu nichts führen können, außer zu Unfrieden.

Wie würde ich mir also eine christliche Vorgehensweise vorstellen? Erstens die Brechstange aus der Hand legen und überlegen durch welche Handlung bestimmte Reaktionen hervorgerufen wurden. Klar dürfte sein, daß nicht einfach willkürlich Texte verwendet werden dürfen, selbst wenn man der Meinung sei, dies sei moralisch gerechtfertigt. Daraus folgt eigentlich, daß man sein Bedauern und seine Entschuldigung dem gegenüber äußert, dem Unrecht getan wurde und vielleicht mitteilt, daß man sich im Irrtum befand. Sollten hinsichtlich der Autorenrechte Zweifel bestehen, gilt es diese mit den Betroffenen zu klären und zwar mit allen Beteiligten, so läßt sich Klarheit erzielen und niemand wird unnötig provoziert oder verletzt.
Problematisch sehe ich daher die Idee eine Seite mit E-Mails zu 'bombardieren', um auf diesem Wege für 'Recht' zu sorgen und seiner Empörung Ausdruck zu verleihen. Eine Einsicht wird so nicht erzielt und eine Einigung noch weniger.  
Sollten nämlich die Exklusivrechte tatsächlich und juristisch einwandfrei bei der ERF liegen, dann setzt man sich dadurch selber ins Unrecht und dies einzig aufgrund einer Stimmung, die außer acht läßt, daß rechtes Handeln auch einschließt, seinen vermeintlichen Gegnern auch Respekt entgegenzubringen.
Bei allem Verständnis für diese 'Situation' und vielleicht Sympathie für das Anliegen des 'evweb' bleibt doch das Erfordernis Unterscheidungsvermögen anzuwenden.
Insgesamt hoffe ich, diese Angelegenheit läßt sich gütlich regeln und keiner der Seiten wird Blessuren irgendeiner Art erleiden.

Nur eine Idee?

Könnte man nicht einfach die Formulierung der vohandenen Texte geringfügig verändern so dass die inhaltliche Aussage bleibt? Wären die Urheberrechte so nicht umgangen da es nicht mehr der Orginaltext ist?

Man könnte auch eine Aktion starten. Jeder der teil nehmen möchte schreibt über das Kontaktformular auf der ERF-Seite denen eine E-mail: Was das für ein Benehmen ist unter Christen oder warum man dann überhaupt zu Christus führen möchte. Möglichst mehrmals.
Ich meine es ist echt verletzend so offene Feindlichkeit von, man meinte Geschwistern, zu erleben.

Hallo, Jurist müßte man sein,

Hallo,

Jurist müßte man sein, bin ich aber nicht. Aber ich antworte mal aus dem Bauch heraus und stelle vielleicht die passenden Fragen.

Zuerst bedürfte es einer Klärung, unter welchen Bedingungen die Autoren ihre Artikel bei Nikodemus Net reingestellt haben. Gab es einen Verwertungsvertrag und wie wurde dieser formuliert? Konkret heißt das, die Frage zu klären, ob ein exklusives oder einfaches Nutzungsrecht erteilt wurde oder allgemein gesagt, in welchem Verhältnis die Autoren zur Betreiberin der ursprünglichen Seite standen.
Wird eine weitere Verwendung der Texte durch eine Exlusiv-Klausel ausgeschlossen, hat nur derjenige, dem die Nutzungrechte überlassen wurden das Recht, über eine anderweitige Verbreitung zu bestimmen.
Allerdings möchte ich die Frage stellen, ob durch die Abschaltung der Seite nicht auch die Nutzungsrechte an den Texten erlöschen und an den Urheber zurückfallen. Andersherum gesagt würde dies ja ansonsten eine 'Ewigkeits-Klausel' bedeuten, jedenfalls nach meinen Vorstellungen. Aber genau diese Frage müßte juristisch einwandfrei geklärt werden.

Bei nicht-exklusiven Nutzungsrechten ist die Lage einfach, der Urheber kann auch anderen die Verwendung seiner Texte überlassen.

Weiter wäre zu klären, inwieweit Klauseln über Urheberrechte in Foren, die keiner kommerziellen Verwertung unterliegen, überhaupt Gültigkeit haben. In den Nutzungsbedingungen kann man ja viel hineinschreiben, was davon juristisch Bestand hat, ist eine zweite Frage. Zu klären wäre also wie die Abtretung der Autorenrechte stattfand und ob diese Form sowie die Formulierung Gültigkeit hat. Auch hier wäre ein versierter Jurist zur Klärung dieser Frage nötig.

Darüber hinaus gibt es noch 'andere' Gesichtspunkte, die mich zu der Anmerkung veranlassen, daß eine Weigerung die Texte anderweitig veröffentlichen zu lassen, unverständlich erscheint. Warum müssen die Artikel mit dem Schließen des Forums untergehen? In meiner grenzenlosen Naivität würde ich doch von einem übergeordneten Interesse ausgehen, auch wenn das Projekt nicht weitergeführt wird, diese doch nicht verloren gehen zu lassen. Oder sehe ich das falsch?
Wie auch immer, anscheinend wird hier auf formaljuristischer Ebene 'verhandelt' und das ist natürlich in jedem Falle ein ungünstiger Ausgangspunkt und hinsichtlich einer christlichen Beurteilung traurig. Aber vielleicht gibt es ja noch eine Einigung ohne auf diese Art in Konfrontation zu gehen. Wünschenswert wäre es.