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Auch Ungeborene sind vollwertige Menschen

Düsseldorf (idea) – Zu einem umfassenden Schutz des Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod wurde auf einem Regionaltreffen der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems in Düsseldorf aufgerufen. Deren Präses Michael Voss (Wuppertal) erinnerte dabei an den Psalm 139, in dem es heißt: „Du, Gott, hast meine Nieren bereitet und mich im Mutterleib gebildet. Ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin.“

Wie Voss dazu sagte, beginne die Existenz des Menschen mit der Zeugung und nicht erst mit einer willkürlich festgesetzten Phase der Schwangerschaft oder der Geburt. Ungeborene Kinder seien deshalb kein „werdendes Leben“, sondern vollwertige Menschen. Jedes Leben, ob geboren oder ungeboren, gesund oder behindert, jung oder alt, sei Gott „unendlich wichtig“. Deshalb sollten sich Christen für den Lebensschutz einsetzen.

Bernd Katzschmer (Sebnitz/Sachsen) von der Lebensrechtsinitiative KALEB (Kooperative Arbeit Leben Ehrfürchtig Bewahren) zeigte anhand von Bildern, dass schon nach wenigen Schwangerschaftswochen Kopf, Rumpf, Arme, Beine und innere Organe von Ungeborenen erkennbar seien. Es handele sich nicht um „Zellklumpen“ – wie häufig behauptet –, sondern um empfindungsfähige Menschen. Dies werde auch daran deutlich, dass bei einer Abtreibung der Herzschlag des Kindes extrem ansteige – wie bei allen Menschen in Stress- und Gefahrensituationen.

Jeder Mensch ist irgendwie behindert

Sabine Stadermann (Marburg) vom „PerspektivForum Behinderung“ der Deutschen Evangelischen Allianz ermunterte dazu, Menschen mit körperlichen oder geistigen Besonderheiten als gleichwertige Mitglieder christlicher Gemeinden anzuerkennen. Behindert sei jeder Mensch, ob körperlich, geistig, psychisch, moralisch oder auf andere Weise. Niemand sei perfekt vor Gott, sondern auf dessen Gnade angewiesen. Stadermann: „Gott möchte alle Menschen in seiner Gemeinde haben. Gerade die Schwachen, die mit Einschränkungen und Defiziten, sind eingeladen.“ Der Kirche fehle etwas, wenn Menschen mit einer Behinderung nicht in Gemeinden zu finden seien.

Stephanie Hahn (Langenfeld) informierte über die Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen durch die „Hospizbewegung St. Martin“. Dabei gehe es darum, einfühlsam und mit Gottes Hilfe zu erkennen, was dem Einzelne gut tut. Das könne auch Gebete und Gespräche über Tod und Ewigkeit einschließen. Hahn: „Dies kann allerdings nicht aufgezwungen werden. Das Gebet für Sterbende und ihr Umfeld verfehlt freilich seine Wirkung nie.“

 

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