Vor einigen Wochen hatten wir hier bei Zeltmacher den Lesern und ihren Bekannten angeboten, sich der "Erklärung zur Volxbibel" per Email oder per Post anzuschließen und seinen Namen auf die Unterschriftenliste zu setzen. Stand heute haben sich insgesamt 890 Christen gegen das umstrittene Projekt ausgesprochen. Es sind weniger als wir erwartet hatten, dennoch finden wir die Aktion war ein Erfolg.
Bemerkenswert ist, dass sich Menschen aus unterschiedlichen Orten im gesamten deutschsprachigen Raum gemeldet haben inkl. der vielen Zuschriften aus der Schweiz. Hervorzuheben sind außerdem die vielen Emails, in denen sich die Leser für die Aktion bedankt und uns Mut gemacht haben, unsere Arbeit weiter zu tun. Wir sind trotz Gegenstimmen weiterhin davon überzeugt, dass der Protest richtig ist. Argumente für die Volxbibel haben wir uns angehört, konnten ihnen aber nicht zustimmen. Erfolgreich war die Aktion besonders auch deshalb, weil es hier zum Austausch kam und viele Christen über die Volxbibel aufgeklärt wurden.
Damit kommt die Aktion zu ihrem vorläufigen Ende. Wer sich der Unterschriftenliste noch anschließen möchte kann das natürlich weiterhin machen wie bisher. Hier noch unser Anschreiben an die SCM:





Kommentare
Antwort auf "Traurige Aktion" von ArnoJordan
Die Heilige Schrift kann nicht in Gossensprache wiedergegeben werden. Es ist klar, daß nicht jedermann auf Anhieb eine Übersetzung wie die "Elberfelder" begreift, aber es hat schon länger den Ansatz gegeben, die Bibel in die heutige Sprache zu übertragen, ohne damit niveaulos oder gar respektlos zu werden. Es stehen für den "Einsteiger" unzählige Übertragungen zur Verfügung; wenngleich auch nicht alle gleich empfehlenswert sind- allemal besser als die "Volxbibel". Für sehr gut lesbar halte ich auch die "Schlachter 2000", die zugleich eine sehr gute Übersetzung ist.
Ob Gott einem Menschen wirklich den Auftrag zu einer Übertragung in einer solchen Sprache gegeben hat, halte ich für sehr fragwürdig, um nicht zu sagen widersinnig.
Und noch einmal, es sind
Und noch einmal, es sind immer wieder dieselben Argumente...
1. Wir verklagen keinen Menschen, sondern protestieren gegen eine Bibel-"Übersetzung".
2. Gott ist nicht pragmatisch und ein noch so guter Zweck heiligt nicht die Mittel.
3. Zu wem bekehren sich die Leute? Zu einem König, der sich nicht angemessen äußern kann?
4. Wer sagt, dass wir uns nicht mit den Menschen auf der Straße unterhalten?
5. Die unsachliche Diskussion über das Thema macht trauriger als alles andere.
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"Man kann erst tolerieren, wenn man anderer Meinung ist." - D.A. Carson
Traurige Aktion
Wenn man erlebt hat wie Menschen die eine Elberfelder Bibelübersetzung einfach nicht verstehen nach der Volxbibel-Lektüre ihr Leben Jesus anvertrauen weil sie endlich verstanden haben was er für sie getan hat machen einen Unterschriftsaktionen wie diese sehr traurig.
Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen sowie die Unterstützer dieser Aktion lieber mal ein bis zwei Stunden ihrer Zeit mit Strassenkindern am Bahnhof, im Gefängnis oder im Krankenhaus unterhalten. Ich glaube damit würden sie mehr im Sinne von Jesus handeln als wenn sie stattdessen ihren lieben Bruder Martin verklagen. ( Der diese Arbeit im übrigen getan hat weil er denkt das Jesus ihn dazu aufgefordert hat.)
zu pauschal?
"einem Muslimen über die Thematik zu unterhalten..."
Kann man das so pauschal sagen? Natuerlich, es gibt auch unter Muslimen die Puristen und "hardliner", die nicht nur den Koran fuer buchstaeblich diktiert halten, sondern sogar darauf bestehen, dass er nur in der Ursprache Arabisch gelesen werden darf (so weit gehen nicht mal chrisliche Puristen und "hardliner"!).
Aber dann gibt es auch unter den Muslim gemaessigtere theologische Ansichten, die der Tatsache Rechnung tragen, dass die Auslegung jahrtausende alter Schriften im hier und jetzt des 21 Jhdt nun mal schwere hemeneutische Arbeit ist (die sich nicht durch "Verstand an der Gardarobe abgeben" erledigen laesst).
Und genau dort wuerde meine Kritik an der Volxbibel ansetzen: dass die Uebertragung in eine moderne Sprache (ok, die einer Subkultur, zugegebenermassen) und Gedankenwelt nur EINE MOEGLICHE unter vielen ist. Solange dass klar ist, habe ich auch kein Problem, die Volxbibel zum Vergleich heranzuziehen:
naemlich nicht um einer angeblichen, urspruenglichen Intention naeherzukommen (da sollte man dan wirklich zum Urtext greifen!), sondern um "dem Volke aufs Maul zu schauen", wie es unser lieber Reformer Marin Luther empfohlen hat.
Ansehen der Bibel
Ich schlage vor, sich einmal mit einem Muslimen über die Thematik zu unterhalten und ihn dazu zu fragen. Die lachen sich kaputt über die (Volx-)Bibel. Hinzu kommen m.E. äußerst fragwürdige Aussagen seitens der Volxbibel-Anhänger die offenbaren, auf welchen theologischen Füßen die ganze Aktion steht. Mir persönlich geht es hier wirklich um die Frage, inwieweit uns Gottes Wort noch heilig ist.
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"Man kann erst tolerieren, wenn man anderer Meinung ist." - D.A. Carson
warum dagagen?
Ich kann ja verstehen, dass die Volxbibel nicht jedermans Geschmack ist. Wuerde sie auch nicht zur Bibellektuere verwenden, finde sie aber duchauch anregend. Da es jedoch jedemann freistehet, eine andere Ubersetzung oder Uebertragung zu waehlen, kann ich nicht recht einsehen, warum da jetzt ein lautes Geschrei gemacht wird. Wem's nicht gefaellt, der braucht es ja nicht lesen (muss ja zB auch keiner den Koran lesen, nur weil er ihn zuefaellig in der Fussgaengerzone geschonken gekrochen hat)...
Und dass die zugegebenermassen teilweise (bewusst) extreme Ausdrucksweise und Sprachwahl etwa dem Ansehen der Bibel (als "Wort Gottes") schaden koennte halte ich ja fuer etwas an den Haaren herbeigezogen; denn wenn ein Leser es nicht schafft, hier Inhalt von Stil/Ausdrucksform zu trennen, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
Danke
Auch ich hatte mehr Unterschriften erwartet. Aber 890 sind ordentlich.
Wichtig ist, dass deutlich Stellung bezogen wurde. Dafür "Danke" an "Zeltmacher".
Gruß, alex
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Ja da bin ich mal gespannt ob
Ja da bin ich mal gespannt ob und was von denen als Rückantwort kommt.
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