Dialog wichtiger als Evangelium?
Die Landeskirche in Hannover hat in gemeinsamer Absprache mit der "Schura" (Rat islamischer Gemeinschaften) Niedersachsen allen Landeskirchen-Pastoren und -Mitgliedern schriftlich empfohlen, sich bei den aktuellen Koran-Verteilungen der Salafisten bloß nicht etwa vor Ort blicken zu lassen, oder sich gar zu äußern - um jeder Form von möglichem Ärger vorzubeugen. Auf kirchendeutsch heißt das dann „den Religionsfrieden wahren“.
In Wahrheit ist dieses Verhalten eher angstmotiviert und bequem. Besteht denn die spezielle Aufgabe des Christlich-Muslimischen Dialogs darin – ganz an der „Religion des Friedens“ orientiert – den Christen den Islam zu vermitteln, Imame kennen zu lernen und alles Islamische so schnell wie möglich im Land zu befestigen? Statt in arabischer Sprache den Muslimen und Imamen das Evangelium zu erklären, werden der Imam und die Moschee die neuen Vorzeigeobjekte des christlich-muslimischen Dialogs. In der gesamten Rhetorik werden Imame hier quasi pastoral vorgestellt, „Schlüsselfiguren“ im interreligiösen Dialog. Hier eine Einladung dazu im Videobeitrag:
Eine komplette Umwälzung steht bei dem traditionsreichen und weltweit am weitesten verbreiteten Fernsehgottesdienst an. Der Gründer der „Hour of Power“ (Stunde der Kraft), Pfarrer Robert H. Schuller (85) und seine Frau Arvella, seine Tochter, Hauptpastorin Sheila Schuller Coleman, und ihr Mann Jim Coleman, sowie die Produzenten Jim und Gretchen Penner – Schullers Schwiegersohn und Tochter – haben sich von dem Missionswerk getrennt, das die wöchentlichen Sendungen produziert und verbreitet. Auslöser ist unter anderem ein Streit über die künftige Ausrichtung der Programme, die eine mit positivem Denken verbundene Glaubensbotschaft verbreiten.
Mehr als zwei Jahre nach ihrem Rücktritt übernimmt Ex-Bischöfin Margot Käßmann wieder ein wichtiges Amt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Am 27. April werde die prominente Theologin in ihr neues Amt als Botschafterin für das 500-jährige Reformationsjubiläum 2017 eingeführt, teilte die EKD am Montag mit.
Eine ungewöhnliche Schwangerschaft bewegt die Öffentlichkeit. Eine lesbische Pfarrerin, die mit einer Politikerin eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen ist, bekommt in vier Monaten ein Kind. Es handelt sich um Eli Wolf, Leiterin des Frauenzentrums der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Die 46-Jährige ist seit 2002 mit der Staatssekretärin im nordrhein-westfälischen Ministerium für Gesundheit und Emanzipation, Marlis Bredehorst, verpartnert.


