Zwischenruf zur Debatte um Homosexualität
„Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und deiner Kirche wahrer Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, dass wir nichts anders suchen mehr.“ (EG 246,7)
„Es gibt keine biblischen Aussagen, die Homosexualität in eine positive Beziehung zum Willen Gottes setzen – im Gegenteil!“ (Aus: EKD – Denkschrift „Mit Spannungen leben“, EKD-Texte Nr. 57, S. 21, Abschnitt 3). Mit dieser Aussage ist der Befund der Hl. Schrift zur Sache exakt festgestellt. Wer diesen eindeutigen Schriftbefund unter Berufung auf sein privates Schriftverständnis als „in der Sache nicht zutreffend“ beiseite schiebt, mutiert damit zum falschen Propheten.
Und solange ein „Schriftverständnis“ weder durch kirchliche Bekenntnisse noch durch irgendwelchen gesamtkirchlichen Beschluss autorisiert ist, muss es als „privat“ gelten. Des Weiteren gibt es keinerlei naturwissenschaftlich exakt geführten Nachweis darüber, dass homosexuelle Prägung „genetisch bedingt“ und darum als „pränatal gegeben“ zu bewerten sei. Wer also von einer „dritten Schöpfungsvariante“ neben Mann und Frau spricht, vertritt damit eine Position, die – streng wissenschaftlich gesehen – keinen ernst zu nehmenden Grund und Boden hat.
Landesjugendpfarrer Tobias Bilz am 14.06.2012
Sächsische Landeskirche suspendiert Lutz Scheufler
In Mönchengladbach wurde aus einer christlichen Kirche eine muslimische Moschee. Eine evangelisch-methodistische Freikirche in Mönchengladbach hat ihre Kirche einer muslimischen Gemeinde überlassen. Das berichten verschiedene Tageszeitungen. Bei der Umwidmung handelt es sich um den Gemeindesaal der methodistischen Gemeinde im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt, der jetzt zur muslimischen Versammlungsstätte geworden ist. Wo das Kreuz an der Wand war, berichtet der Redakteur der Tageszeitung Die Welt, prangt jetzt ein Gemälde mit drei alevitisch-muslimischen Heiligen mit Turbanen.
Die Öffnung des Pfarrhauses für homosexuelle Partner sorgt in Sachsen für heftige Debatten. Jüngster Höhepunkt war Anfang Juni die Erklärung einer Gruppe evangelikaler Christen: Das Evangelisationsteam Sachsen will die kirchenleitenden Gremien nicht länger als geistliche Leitung der sächsischen Landeskirche anerkennen. Mit der Entscheidung, homosexuelle Pfarrer in seelsorgerlich begründeten Einzelfällen zusammen mit ihrem Partner im Pfarrhaus leben zu lassen, sei der status confessionis – also der Bekenntnisfall – gegeben. In der Erklärung heißt es dazu:
Auf der Frühjahrstagung 2012 der Synode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens konnten die Synodalen der Sächsischen Bekenntnis-Initiative (SBI) die totale Öffnung der Pfarrhäuser für homosexuell lebende Pfarrer etwas einschränken und den Schutz derer, die praktizierte Homosexualität ablehnen, festschreiben. Diesen Einsatz der SBI-Synodalen erkennen wir dankbar an. Mehr konnten sie nicht erreichen.
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