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Kirche

Nürnberg: Kirche will Moschee mit Minarett

 

(AG WELT) Die Evangelische Kirche unterstützt den Bau einer großen Moschee mit einem 13 Meter hohen Minarett in Nürnberg. Hinter dem Moschee-Neubau mit dem ersten Minarett in Nürnberg steht die islamische Glaubensgemeinschaft “Ahmadiyya Muslim Jamaat“.

Der Islambeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Rainer Oechslen, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa: “Ein Minarett kennzeichnet ein Gebäude als Moschee. Ich sehe gar nicht ein, warum das verboten werden sollte”. Nur dann, wenn der Bau nicht in die Stadtplanung passe oder das Minarett “zum Beispiel einen blöden Schatten” werfe, könne das Ganze untersagt werden.

"Kirchen wehren sich nicht gegen Gleichstellung mit Islam"

Die christlichen Kirchen in Deutschland stellen sich zu oft an die Seite der Muslime – und verlieren so ihre eigene Identität. Diese Ansicht äußerte der Journalist Thomas Gutschker in einem einem Kommentar der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

Mit seinem berühmten Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" habe sich Ex-Bundespräsident Christian Wulff (CDU) nicht um die historischen Zusammenhänge und kulturellen Wurzeln Europas geschert, schreibt Gutschker. "Nicht einmal die christlichen Kirchen hielten es für nötig, darauf hinzuweisen, dass sie schon ein wenig länger hier sind als der Islam. Schlapp zweitausend Jahre." Stattdessen habe der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider Wulff für dessen "ausgestreckte Hand" gelobt.

Der Journalist schildert die Zugeständnisse, die in Deutschland bereits an islamische Verbände gemacht wurden, obwohl diese nur eine Minderheit der Muslime vertreten. In Berlin etwa dürften sie eigenen Religionsunterricht erteilen, in Hamburg an islamischen Feiertagen der Arbeit fern bleiben. Von den christlichen Kirchen komme kein Widerspruch gegen diese Gleichstellung: "Das ist umso erstaunlicher, als gerade die Regelung zum Religionsunterricht eine Zumutung für evangelische und katholische Christen ist", findet der FAS-Autor. "Künftig sollen ihnen muslimische Lehrer im 'überkonfessionellen' Unterricht die Wertentscheidungen abendländischer Kultur erklären. Die Absurdität dieses Unterfangens scheint bislang aber nur den muslimischen Verbänden bewusst zu sein; sie dringen auf einen rein muslimischen Unterricht."

Evangelist Scheufler bleibt suspendiert

Der sächsische Jugendevangelist Lutz Scheufler (Waldenburg bei Zwickau) bleibt weiterhin vom Dienst innerhalb der sächsischen Landeskirche suspendiert. Das erklärte er auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Die Suspendierung war ausgesprochen worden, nachdem sich Scheufler geweigert hatte, eine Erklärung zurückzunehmen, in der er zusammen mit weiteren Mitgliedern des Evangelisationsteams Sachsen dem sächsischen Landesbischof Jochen Bohl, der Kirchenleitung sowie der Landessynode die geistliche Leitung der Landeskirche abgesprochen hatte. Grund war die Entscheidung der Landeskirche, das Pfarrhaus in seelsorgerlich begründeten Einzelfällen für homosexuelle Pfarrer und deren Partner zu öffnen.

Die Suspendierung bedeutet, dass Scheufler innerhalb der sächsischen Landeskirche nicht predigen darf. Außerhalb sowie bei Veranstaltungen, die nicht von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens getragen werden, gilt die Suspendierung nicht. So predigte Scheufler während seines Urlaubs jeden Abend vor deutschen Urlaubern auf der französischen Insel Korsika. Vom 24.-31. August wird er beim Missio-Camp in Pockau (Erzgebirge) zu Gast sein; Veranstalter ist der CVJM.

Zitat des Tages - Grüße von den Kirchen

 

Möge auch im neuen Jahr eine Vielzahl von Initiativen und Dialogprojekten das Miteinander unserer beiden Religionen in Deutschland stärken und uns helfen, gegenüber Extremisten auf beiden Seiten ein friedliches Miteinander zu wahren und jeglicher Gewalt im Namen der Religionen entgegenzutreten.
- Grußwort der Kirchen an die Muslime zum Ramadan // Quelle

 

„Erotischer Gottesdienst“ sorgt für großes Medienecho

Für ein gewaltiges Medienecho und eine mit rund 200 Besuchern vollbesetzte Kirche hat ein „erotischer Gottesdienst“ am 5. August in dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel gesorgt. Er stand unter dem Motto „Im Weinberg der Liebe“. Zahlreiche Medien berichteten in ihren Internetauftritten über den Gottesdienst, darunter die „Frankfurter Rundschau“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die „Süddeutsche Zeitung“, „Die Welt“, „Stern“, „Focus“ und „Der Spiegel“. Auch Radio- und Fernsehsender griffen das Ereignis auf.

Im Vorfeld hatte der hessen-nassauische Pfarrer Ralf Schmidt angekündigt: „Ich werde von Ficken und Poppen sprechen.“ Zudem hatte er eine Altersgrenze von 16 Jahren für die Gottesdienstbesucher in der Erlöserkirche verhängt. Nach Einschätzung der zur hessen-nassauischen Kirchenleitung gehörenden zuständigen Pröpstin Gabriele Scherle (Frankfurt am Main) hat der Gottesdienst keinen Skandal ausgelöst. Er sei vielmehr „voll in Ordnung“ gewesen, sagte Scherle der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Denn Schmidt habe seine Predigt wegen des Medienechos entschärft. Sexualität sei eine Gottesgabe und könne durchaus im Gottesdienst thematisiert werden. Skandalös seien lediglich die Schlagzeilen im Vorfeld gewesen, kritisierte Scherle.

Erotischer Gottesdienst: Anfassen erwünscht

Unter diesem Titel berichtet die „Süddeutsche“ über die letzten Zuckungen einer ehemals von Gott ins Leben gerufenen Kirche, die jetzt mit all ihren verirrten und verwirrten Hirten und Schäflein dem Abgrund entgegen torkelt. Ein Leserbriefkommentar aus der Zeitung zeigt die geistliche Verarmung dieser verweltlichten Organisation:

Theologengeschwätz

 

Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung, und die, welche die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich. (Daniel 12,3)

Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied reißende Wölfe zu euch kommen, die die Herde nicht verschonen werden. Auch aus eurer Mitte werden Männer aufstehen, die Verkehrtes lehren, um die Jünger an sich zu ziehen. (Apostelgeschichte 20, 29.30)

Gesagt ist gesagt! Was alles so geredet wird. Theologengeschwätz, gesammelt von Rolf Müller

Anmerkung: Welche Motive bewegen einen alten Mann dazu, solche Zitate zusammenzustellen? Könnte man nicht besser biblische und glaubensstärkende Aussagen in den Vordergrund stellen? Das ist richtig und ich habe das an anderer Stelle unter der Überschrift „Das Erbe der Väter“ getan. Leider zeigt die Praxis, dass die Realität in der evangelischen Welt beunruhigend ist. Es handelt sich ja nicht um vereinzelte „durchgeknallte“ Theologen, die Verwirrung stiften und über die Stränge schlagen. Es sind im Gegenteil Führungsgremien und maßgebliche Amtsträger, die sich als Vorreiter beim Kurs „weg von der Heiligen Schrift“ profilieren.

Es sind Leute, die ihre Ansichten vom Christentum nicht irgendwo im Winkel unter vorgehaltener Hand verbreiten, sondern die im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen und in den Medien präsent sind. Es sind Leute, die mit ihren Thesen auf den Büchertischen der christlichen Gemeinden Gehör finden und deren Werke in christlichen Buchhandlungen die Bestsellerlisten anführen. Sie decken das gesamte Spektrum von Schwärmerei, Bibelkritik bis hin zur Blasphemie ab und die wenigsten finden etwas dabei. Der für die letzte Zeit vorausgesagte Sog in Richtung Verführung ist so stark geworden, dass lehrmäßige Unterschiede mit dem Begriff „Frömmigkeitsstile“ verharmlost und unter den Teppich gekehrt werden.

Es bietet sich ein verwirrendes widersprüchliches Bild. Aus der Kirche des Wortes wurde die Kirche der Worte. Das Abrücken von der Autorität der Bibel ist der Vorbote des geistlichen Bankrotts. Jesus Christus ist kein Chamäleon, das sich beliebig den Zeitströmungen anpasst. Die gesammelten Zitate sind eine willkürliche Auswahl und könnten noch beliebig erweitert werden. Sie sind gewissermaßen nur die Spitze des Eisberges.

Man wird mir wahrscheinlich von manchen Seiten Nestbeschmutzung und mangelnde Liebe vorwerfen. Viele der Zitierten, so wird man einwenden, haben doch auch manches Richtige gesagt. Dazu ein Beispiel: Ein Pfarrer bei uns im Ort hat öffentlich bekannt, dass er nicht an die Himmelfahrt Jesu und folgerichtig auch nicht an die Wiederkunft Jesu glaubt. Die Weihnachtsgeschichte in der Bibel hält er lediglich für schöne Poesie. Das hat manche Christen in meinem Umfeld sehr umgetrieben und beunruhigt. Die Lage hat sich dann wieder entspannt, weil derselbe Pfarrer an andere Stelle eine „gute Predigt über den Philipperbrief“ gehalten hat. Wiegt das eine das andere wieder auf? Ist nicht gerade die Vermischung von Lüge und Wahrheit die Verführung, vor der Jesus in seinen Endzeitreden gewarnt hat? Soll man um des (faulen) Friedens willen besser schweigen? Prälat Rolf Scheffbuch hat treffend darauf hingewiesen:

„So evangelisch wie möglich und so evangelikal wie nötig“

Gegen ein Gegeneinander von evangelischen Landeskirchen und evangelikaler Bewegung hat sich der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz und Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Michael Diener (Kassel), gewandt. Die Charakterisierung der Evangelischen Allianz als „evangelikale Kampftruppe gegen den Verfall in Kirche und Gesellschaft“ widerspreche ihrem geistlichen Anliegen, indem es zersplittere und spalte, anstatt zu einen, sagte er in einem Seminar während der 117. Allianzkonferenz in dem thüringischen Kurort Bad Blankenburg.

Diener erläuterte seine Überzeugung, dass die Allianz „so evangelisch wie möglich und so evangelikal wie nötig“ sein solle. Die Allianz habe sich seit ihrer Gründung im Jahr 1846 als geistliche Einheitsbewegung innerhalb der Christenheit verstanden. Grundlage sei die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs „evangelisch“, wonach die Bibel eine zentrale Stellung in der Kirche einnehme. „Wenn es um die Einheit des Leibes Christi geht, sollten wir uns klarmachen, dass wir Evangelische und nicht Evangelikale Allianz heißen“, sagte Diener.

Evangelisten erhalten Unterstützung aus Bayern

(02. August 2012/idea) - Das Evangelisations-Team hatte erklärt, die sächsische Kirchenleitung nicht mehr als geistliche Leitung anzuerkennen. Es begründete seine Haltung damit, dass die Kirchenleitung in Ausnahmefällen gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften im Pfarrhaus genehmigen wolle. Die damit verbundene Anerkennung von Homosexualität widerspreche der Bibel. Daraufhin wurde der Evangelist Lutz Scheufler (Waldenburg bei Zwickau) suspendiert. Dem Evangelisten Andreas Riedel (Vielau bei Zwickau) wurde die Prädikantenerlaubnis entzogen, so dass er keine Gottesdienste mehr leiten darf.

Mit dem Vorgang befasste sich auch die Jahrestagung der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB) vom 13. bis 15. Juli in Riederau am Ammersee. In einem Schreiben an den sächsischen Landesbischof Jochen Bohl (Dresden) forderten die rund 100 Teilnehmer „Freiheit für die Verkündiger des Evangeliums“. Zugleich wiesen sie den Anspruch der Kirchenleitung zurück, dass kirchliche Mitarbeiter ihrer „geistlichen Leitung" Gehorsam schuldeten.

Frauen als Pastorinnen?

 

"Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still." - 1. Timotheus 2, Vers 12

Diese Aussage steht in einem Abschnitt, der sich mit den unterschiedlichen Rollen von Männern und Frauen befasst. Ein Thema über das man, im Hinblick auf Gottes gute Schöpfungsordnungen, tiefgründiger nachdenken sollte, anstatt unkritisch zeitgeistliche Parolen nachzusprechen.

Weil das ein Thema ist, bei dem es schnell zu Meinungsverschiedenheiten kommen kann, wird der Abschnitt in 1. Timotheus 2, Verse 8 – 15, in dem auch der heutige Vers steht, seit längerem geflissentlich übergangen, weshalb man darüber auch nie eine Predigt hören wird.

Aber können wir es uns leisten, Teile des Wortes Gottes zu negieren, nur weil sie gerade nicht auf der Linie des Zeitgeistes liegen? Ich denke, das können wir nicht, weshalb „unbeliebten“ Texten meine besondere Aufmerksamkeit gilt.

Auch beim heutigen Vers geht es um Wort Gottes und nicht etwa um die persönlichen Ansichten des angeblich „frauenfeindlichen“ Apostels Paulus, wie das gerne hingestellt wird.

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