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Deutschland

Wahl in NRW: Wie Kirchenmitglieder abstimmten

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 13. Mai hat sich nur noch etwa jeder fünfte protestantische Wähler für die Partei mit dem „C“ entschieden. Deutliche Verluste erlitt die CDU auch bei Katholiken, die traditionell eher der Union zuneigen. Das geht aus einer Wahltagsbefragung des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap (Berlin) im Auftrag der ARD hervor.

Klarer Wahlsieger ist die SPD (39,1 Prozent), die im Vergleich zur Wahl 2010 um 4,7 Prozentpunkte zulegte. Sie kann unter Führung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zusammen mit Bündnis 90/Die Grünen (11,3 Prozent/-0,8) eine Regierung bilden. Wahlverlierer ist die CDU, die mit ihrem Spitzenkandidaten Norbert Röttgen lediglich 26,3 Prozent erreichte (-8,2), das bisher schlechteste Ergebnis in dem Bundesland. Im künftigen Landtag vertreten sind ferner die FDP (8,6 Prozent/+1,9) und die Piraten-Partei (7,8 Prozent/+6,3).

Wahlergebnis NRW 2012 - eine Analyse

Zum Lebenszeugnis von Joachim Gauck

 

 

Parteien: Sind die Piraten für Christen wählbar?

Wetzlar (idea) – Die Piratenpartei hat sich zu einer gewichtigen politischen Kraft entwickelt. In zwei Länderparlamenten – Berlin und Saarland – ist sie bereits vertreten, und bei den anstehenden Wahlen in Schleswig-Holstein (6. Mai) und Nordrhein-Westfalen (13. Mai) hat sie ebenfalls gute Chancen. In Umfragen kommen die Piraten auf mehr als zehn Prozent. Aber ist die religions- und kirchenkritische Partei für Christen wählbar? Ein Theologe und ein Publizist vertreten dazu in Beiträgen für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) entgegengesetzte Meinungen.

Christen könnten „guten Gewissens“ die Piraten wählen, meint der lutherische Pastor Hans Immanuel Herbers (Bad Salzuflen/Ostwestfalen). Er ist bei der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen engagiert, und ihm ist das Eintreten für die Freiheit besonders wichtig. Die Piraten verteidigten den freien Austausch von Ideen und hätten beispielsweise beim Volksaufstand in Ägypten geholfen, die Internetsperre des Mubarak-Regimes zu durchbrechen. Generell bedrohten Netzsperren die Freiheit; so filterten Kontrollprogramme in islamischen Ländern auch christliche Inhalte aus. Auf den Vorwurf der Kirchenfeindlichkeit reagiert Herbers mit der Frage: „Ist es kirchenfeindlich, gegen Staatsmillionen für Oberkirchenratsgehälter und andere kirchliche Privilegien zu sein?“ Er stehe für eine „faire Trennung“ von Kirche und Staat ein. Freiheitsrechte seien zudem ein urchristlicher Grundsatz. Dazu zitiert Herbers das Paulus-Wort „Ihr seid zur Freiheit berufen“ (Galater 5,13).

Karfreitag: Piraten-Tanz-Demo in Frankfurt verboten

Das Frankfurter Ordnungsamt hat die Demonstration der Piraten-Partei, die an Karfreitag stattfinden sollte, verboten. Bei der Protestveranstaltung sollte laute Musik gespielt werden, „die zum Tanzen einlade“, so die Piraten. Der Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau bezeichnete das Vorhaben der Piraten-Partei als „respektlos“.

Bundespräsident: Dem Ungeist von Fanatikern wehren

In seiner ersten Grundsatzrede hat Bundespräsident Joachim Gauck ein Plädoyer für Freiheit und Demokratie gehalten. Zugleich rief er dazu auf, ihren Feinden Einhalt zu gebieten. „Anders als die Demokratie von Weimar verfügt unser Land über genügend Demokraten, die dem Ungeist von Fanatikern, Terroristen und Mordgesellen wehren“, erklärte das neue Staatsoberhaupt nach seiner Vereidigung am 23. März im Deutschen Bundestag. Den rechtsextremen Verächtern der Demokratie sage man in aller Deutlichkeit: „Euer Hass ist unser Ansporn. Wir lassen unser Land nicht im Stich.“

Auch jenen, die unter dem Deckmantel der Religion Fanatismus und Terror ins Land trügen und hinter die europäische Aufklärung zurückfielen, werde man Einhalt gebieten: „Ihnen sagen wir: Die Völker ziehen in die Richtung der Freiheit. Ihr werdet ihren Zug vielleicht behindern, aber endgültig aufhalten könnt ihr ihn nicht.“

Erster Theologe im höchsten Staatsamt

Führende Repräsentanten der Kirchen und Freikirchen sowie der evangelikalen Bewegung haben dem neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck (72) zu seiner Wahl gratuliert und ihm Gottes Segen gewünscht. Der frühere mecklenburgische Pfarrer ist der erste Theologe im höchsten Staatsamt der Bundesrepublik Deutschland. Auf den von CDU/CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/Grünen nominierten Gauck entfielen am 18. März in Berlin im ersten Wahlgang 991 von 1.228 gültigen Stimmen. Die Kandidatin der Partei „Die Linke“, die deutsch-französische Journalistin Beate Klarsfeld (73), erhielt 126 Stimmen, der von der rechtsextremen NPD nominierte Historiker Olaf Rose bekam drei Stimmen. Daneben gab es 108 Enthaltungen.

Seine Rede begann der neue Bundespräsident mit den Worten: "Was für ein schöner Sonntag!" Er erinnerte an die erste freie Wahl zur DDR-Volkskammer am 18. März 1990 und die damit verbundene Freude und Gewissheit: „Ich werde niemals eine Wahl versäumen.“ Zu seinem neuen Amt sagte Gauck: „Ich werde mit all meinen Kräften und meinem Herzen Ja sagen zu der Verantwortung, die Sie mir heute gegeben haben.“ Er wolle nach seinen Möglichkeiten mitwirken an einer Annäherung zwischen den Regierenden und der Bevölkerung.

Deutschland: Ein Aufruf zum Gebet für Joachim Gauck

Liebe Leser!

Am Sonntag wählt die Bundesversammlung mit sehr großer Wahrscheinlichkeit den evangelischen Pfarrer Joachim Gauck zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland – und damit zum Staatsoberhaupt von mehr als 80 Millionen Deutschen. Ich weiß nicht, wie es um seine Frömmigkeit bestellt ist, ob er eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus hat und wie sein Gebetsleben aussieht. Das ist seine Sache und geht mich wenig an. Ich halte auch nichts davon, Gaucks „wilde Ehe“ als einen Indikator dafür zu sehen, wie ernst er es mit seinem Christsein meint. Da möchte ich eher versuchen, mich an das Jesus-Wort aus der Bergpredigt zu halten: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.“

Fakt ist jedoch: Joachim Gauck hat sich als Pfarrer allein schon aufgrund seines Berufes über einen längeren Zeitraum hinweg mit der Heiligen Schrift beschäftigt. Dies hat sein Denken und seine Werte geprägt und wird sich demzufolge auch auf sein Handeln auswirken. Hier sehe ich eine große Chance für unser Land. Denn, auch wenn der Bundespräsident wenig Einfluss auf das „operative Geschäft“, also auf das Regierungsgeschehen hat, kann er mit seinen Reden und Äußerungen doch Einfluss auf das Denken und die Wertmaßstäbe der Bürger nehmen und positiv prägen.

Dabei sollten wir Joachim Gauck unterstützen.

Frauenorganisation startet Kampagne gegen Gesetzesvorhaben

Neuss. Die Initiative Frau 2000plus hat heute ihre Kampagne gegen die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote gestartet. Bundesweit sollen viele tausend Unterschriften gesammelt werden, um Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) in ihrer Politik zu unterstützen, die darauf zielt, den Frauenanteil in Politik und Wirtschaft ohne gesetzliche Regelung zu erhöhen.

Birgit Kelle, Vorsitzende von Frau 2000plus: „Frauenquoten untergraben die herausragenden Leistungen, die tausende von Frauen täglich in Deutschland erbringen. Sie haben sich mit Mut und Durchsetzungskraft nach oben gearbeitet und zeigen täglich, dass es nicht auf das Geschlecht, sondern auf die individuelle Leistung ankommt.“

Worms, 16-Jährige wird Opfer eines Sexualdeliktes

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Mainz und des Polizeipräsidiums Mainz

Mittwoch, 15.02.12, 23:30 Uhr

In der Nacht zum Donnerstag wurde ein 16-jähriges Mädchen Opfer eines Sexualtäters. Gegen 23:30 Uhr wurde der Polizei in Worms eine verletzte Frau im Parkhaus Friedrichstraße in Worms gemeldet. Die eintreffenden Polizeibeamten fanden die 16-Jährige im Bereich des Treppenhauses unbekleidet vor. Sie wies starke Verletzungen im Genitalbereich auf und war nicht ansprechbar. Die junge Frau wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und notoperiert. Nach aktueller Auskunft der behandelnden Ärzte besteht keine Lebensgefahr mehr, war bis Samstag aber noch nicht vernehmungsfähig. Bei dem 16-Jährigen handelt es sich um ein Mädchen aus Worms.

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