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Ausland

US-Präsident für „Homo-Ehe“: Das Volk ist gespalten

US-Präsident Barack Obama hat sich für die Legalisierung der „Homo-Ehe“ ausgesprochen. Die Reaktionen in Gesellschaft und Kirche sind gespalten.

Einer Umfrage des Pew-Forschungszentrums (Washington) zufolge sind 47 Prozent der US-Amerikaner für eine völlige Gleichstellung schwuler bzw. lesbischer Partnerschaften mit der Ehe; 43 Prozent sind dagegen, und der Rest ist unentschieden. Beifall erntet der Präsident bei theologisch liberalen protestantischen Kirchen, während die katholische Kirche und die Evangelikalen ihm scharf widersprechen.

Noch vor vier Jahren hatte sich Obama gegen die „Homo-Ehe“ ausgesprochen. Beobachtern zufolge geriet er jetzt unter Druck, nachdem Vizepräsident Joe Biden sich im Fernsehen für die „Homo-Ehe“ ausgesprochen hatte. Zuvor hatten die Wähler im Bundesstaat Nord Carolina der „Homo-Ehe“ einen Riegel vorgeschoben: Mit 58 gegen 42 Prozent stimmten sie für einen Verfassungszusatz, der „Ehe“ nur als Vereinigung von einem Mann und einer Frau zulässt. 30 von 50 Bundesstaaten haben eine derartige Regelung.

David Barton: Kritik an US-Präsident Obama

David Barton veröffentlichte eine Liste von über 50 Handlungen des US-Präsidenten, die er als „anti-christlich“ und „anti-jüdisch“ bezeichnete

Seit der US-Präsident vor drei Jahren das höchste Amt in den USA innehat, handelte er aus Sicht David Bartons über 50 Mal in einer anti-christlichen und anti-jüdischen Weise. Barton veröffentlichte nun die Liste dieser 52 Handlungen, die die „Antipathie [Obamas] gegenüber Katholiken, Protestanten, religiösen Juden und die jüdische Nation“ zum Ausdruck bringen sowie seine „anti-biblische“ Haltung. Barton ist ferner der Ansicht, dass es „tatsächlich mehrmals eindeutig dokumentierte Fälle gab, als seine [Obamas] pro-islamischen Positionen der Grund für seine anti-biblischen Handlungen waren.“

Seit dem 19. Oktober 2010 unterlässt Obama es absichtlich, die Worte „von ihrem Schöpfer“ wegzulassen, wenn er die Unabhängigkeitserklärung zitiert. Dort heißt es: „Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich: dass alle Menschen gleich geschaffen sind; dass sie [von ihrem Schöpfer] mit gewissen unabdingbaren Rechten ausgestattet sind, darunter das Recht auf Leben und Freiheit sowie das Streben nach Glück.“

Laut Barton sind viele der aufgelisteten Ereignisse einmalig in der vierhundertjährigen Geschichte der USA. Barton betrachtet den Widerstand und die Opposition Obamas gegen den biblischen Glauben und biblische Werte als beispiellos in der langen Geschichte US-amerikanischer Präsidenten an.

Verständnis für Militärschlag gegen Iran?

Das Atomprogramm Irans alarmiert die Welt. Besonders bedroht durch die mögliche Entwicklung einer Atombombe fühlt sich Israel und erwägt einen präventiven Militärschlag. Der Präsident der Islamischen Republik, Mahmud Ahmadinedschad, propagiert die Auslöschung des jüdischen Staates. Kann man daher Verständnis für einen Waffengang Israels aufbringen?

Unterschiedliche Ansichten vertreten in Beiträgen für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) zwei Experten: Reinhold Robbe (SPD), Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und von 2005 bis 2010 Wehrbeauftragter des Bundestags, sowie Rolf Verleger, Psychologieprofessor an der Universität Lübeck. Er gehörte bis 2009 dem Zentralrat der Juden in Deutschland an, den er wegen israel-kritischer Äußerungen verlassen musste.

Pakistan: Staatlicher Schutz für zwei Konvertitinnen

Pakistans Oberstes Gericht hat zwei frisch zum Islam konvertierte Hindu-Frauen in ein Frauenhaus beordert, weil sie zur Konversion gezwungen worden seien. Die Maßnahme diene ihrem Schutz, so das Gericht.

Rinkel Kumari und Lata Kumari sollen zunächst drei Wochen in einer Schutzeinrichtung in der Hafenstadt Karatschi verbringen, wie pakistanische Medien am Montag berichteten. An diesem neutralen Ort sollten sie ohne Druck von ihren Familien und Ehemännern entscheiden, welcher Religion sie künftig angehören wollen, erklärte der Oberste Richter Iftikhar Chaudhry. Sie sollen sich zudem klarwerden, ob sie mit ihren muslimischen Ehemännern leben wollen oder nicht.

USA: Amisch lehnen Warndreiecke an Pferdekutschen ab

Zu einer Gefahr für die Verkehrssicherheit führt das Verständnis von Religionsfreiheit einer Gruppe von Christen im US-Bundesstaat Kentucky. Die Angehörigen des sogenannten Swartzentruber-Zweigs lehnen nicht nur Autos und Elektrizität als unbiblisch ab, sie wollen auch ihre schwarzen Pferdekutschen nicht mit großen gelben Warndreiecken sichern. Ihre Begründung: Erstens sind sie gegen grelle Farben und zweitens gegen das Dreieck. Es symbolisiere die Dreifaltigkeit und dürfe nicht für weltliche Zwecke missbraucht werden.

Die Welt jagt einen Massenmörder

Joseph Kony ist einer der am meisten gesuchten Kriegsverbrecher. Als Anführer der Lord’s Resistance Army („Widerstandsarmee des Herrn“, LRA) in Uganda wird er für den Mord an 30.000 Menschen, die Entführung von rund 66.000 Kindern und die Vertreibung von über zwei Millionen Flüchtlingen verantwortlich gemacht. Seit 1987 zieht seine Rebellenarmee aus versklavten Kindersoldaten plündernd und mordend durch das Land. Konys Miliz setzt sich für einen christlich-theokratischen Staat Uganda ein, der auf Basis der Bibel und der Zehn Gebote gegründet sein soll. Dass Kony dabei gegen fast alle dieser Gebote verstößt, scheint ihn wenig zu stören.

Seit 2005 wird er wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag gesucht - bislang allerdings ohne Erfolg. Es wird vermutet, dass sich Kony derzeit mit einer Kerngruppe in der Zentralafrikanischen Republik versteckt. Jetzt sorgt eine Internetkampagne namens „Kony2012“ für Aufsehen. Ziel der Initiatoren der Organisation „Invisible Children“ (Unsichtbare Kinder) ist die Verhaftung Konys bis Dezember 2012. Doch die Aktion ist umstritten.

Link des Tages - Christsein in China

Link des Tages - Europas Zersetzung

Iran verweigert Atom-Behörde erneut den Zutritt

Der Iran hat einem Inspektorenteam der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA Zugang zu einer verdächtigen Militäranlage südöstlich von Teheran verweigert. Auch auf ein Papier, in dem es um eine mögliche militärische Dimension des iranischen Atomprogramms gehen sollte, habe man sich bei einem zweitägigen Besuch des Inspektorenteams nicht mit der Führung in Teheran verständigen können, teilte die IAEA in der Nacht zum Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite mit. Der Besuch ging damit ohne greifbares Ergebnis zu Ende.

IAEA-Chef Yukiya Amano äusserte sich enttäuscht: „Wir sind in einer konstruktiven Haltung herangegangen, aber es wurde keine Einigung erzielt.“ Das Expertenteam wurde am Mittwochvormittag zurück in Wien erwartet.

Link des Tages - Konfliktbarometer

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