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Finanzen

Belgien nächster Euro-Wackelkandidat?

Es scheint nicht ausgeschlossen, dass auch Belgien demnächst Finanzhilfen bei der EU beantragt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht das westeuropäische Land als gefährdet an, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". "Der hohe Schuldenstand, die Fälligkeiten der Staatsanleihen und die Abhängigkeit von ausländischem Kapital bergen hohe Kreditrisiken, wenn sich die Stimmung der Investoren verschlechtert", heißt es in der Analyse des IWF. Belgien habe damit ein Refinanzierungsrisiko.

Jetzt auch Portugal - Rettungsschirm rettet den Euro nicht

"Der Rettungsschirm rettet den Euro nicht", schreibt der Präsident des "ifo Instituts für Wirtschaftsforschung", Hans-Werner Sinn, in einem Gastbeitrag in der "Süddeutschen Zeitung". Vielmehr sei er eine tickende Zeitbombe, die Deutschland ungeheure Risiken auflaste. Die Höhe der Haftungen übersteige die schlimmsten Ahnungen der Öffentlichkeit.

Nach Griechenland und Irland beantragt nun auch Portugal als drittes Land Finanzhilfen bei der Europäischen Union. "Ich habe alles getan, aber ... wir haben einen Zeitpunkt erreicht, wo ein Verzicht auf diese Entscheidung, unzumutbare Risiken für dieses Land bedeuten würde", sagte der geschäftsführende Ministerpräsident Jose Socrates.

In Gold we trust...

 

Aus Inflationsangst erwägen mehr als ein Dutzend Staaten in den USA, anstelle des Dollar Goldmünzen als offizielles Zahlungsmittel einzuführen. Vorreiter der Idee ist Utah, gefolgt von Colorado, Georgia, Montana, Missouri, Indiana, Iowa, New Hampshire, Oklahoma, South Carolina, Tennessee, Vermont und Washington. "Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, die uns erlaubt, unsere Wirtschaft aufrechtzuerhalten, während der Wert des Dollar weiter sinkt", so der republikanische Abgeordnete in Utah.

Die Idee ist nicht neu. Zuletzt hatte Bernard von NotHaus versucht, in Amerika die silbernen und goldenen "Liberty Dollar" seiner eigenen Münzprägeanstalt zu etablieren, wurde dann aber von der Notenbank Fed als auch vom Bundesgericht North Carolina aufgehalten, indem er der Münzfälschung für schuldig gesprochen und seine Münzen beschlagnahmt wurden. NotHaus zeigte keine Einsicht: "Seit 1913 hat der US-Dollar 96 Prozent seiner Kaufkraft verloren." Der Bürger habe das Recht auf eine Alternativwährung. Während die Staatsanwältin damals noch von "einheimischem Terrorismus" sprach, scheint so mancher amerikanische Politiker das mittlerweile ähnlich zu sehen.

Wer regiert die Welt?

„Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ (Matth 6,24b). Ein Kommentar.

In Bern ging vor kurzem die Ausstellung „Lust und Laster“ zu Ende. Sie dokumentierte die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema der „Sieben Todsünden“. Dargestellt wurden Eitelkeit, Neid, Zorn, Trägheit, Habgier, Völlerei und Wollust.

Am Bild „Mammon“ des Engländers George Frederic Watts blieben meine Augen länger hängen. Der Künstler malte auf einer Fläche von 183 x 106 cm „Mammon“ als monströsen Dämon im schweren goldenen Gewand. In seinem Schoss ein praller Geldbeutel, zu seinen Füssen zwei Opfer: eines zur Habsucht verführt, eines von der Habsucht zugrunde gerichtet.

Staatsverschuldung steigt auf zwei Billionen Euro

WIESBADEN. Die deutsche Staatsverschuldung hat 2010 ein neues Rekordhoch erreicht. Zum Jahreswechsel lag sie nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes bei rund zwei Billionen Euro (1.999 Milliarden). Inzwischen dürfte sie die Zwei-Billionen-Grenze deutlich überschritten haben.

Der Schuldenanstieg von Bund, Ländern, Gemeinden und Zweckverbänden betrug im vergangenen Jahr 18 Prozent beziehungsweise 304 Milliarden Euro. Dies war der höchste Zuwachs aller Zeiten. Der rasante Anstieg ist der Übernahme von Risikokrediten der West LB und der Hypo Real Estate durch den Bund zu verdanken (sogenannte Bad Banks). Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt jetzt 24.450 Euro.

Portugal: Der Zahltag naht

Die Zinsen für Portugal sind auf ein Rekordhoch gestiegen. So stieg die Rendite für fünfjährige portugiesische Staatsanleihen mit 7,126 Prozent auf den höchsten Stand seit der Euro-Einführung, berichtet "Welt online". An den Finanzmärkten geht man daher davon aus, dass auch das südwesteuropäische Land in Kürze Hilfen aus dem sogenannten Eurorettungsschirm in Anspruch nehmen wird.

Reichtum ist wie Wasser

 factum-magazin

(07. Januar 2011/tl.) – Amerikanische Milliardäre geben das Spendenversprechen, sich von der Hälfte ihres Vermögens zu trennen. Gedanken zur Debatte um die Verpflichtung von Eigentum aus biblischer Sicht.

Reichtum ist wie Wasser. Ein Glas trinkt man selber. Wer aber einen Fluss hat, lässt auch andere trinken.» Ganz im Sinne dieses chinesischen Sprichwortes verpflichteten sich mehr als 40 amerikanische Milliardäre, mindestens 50 Prozent ihres Vermögens für wohltätige Stiftungen zu geben. Sie beteiligen sich damit an dem Projekt «The Giving Pledge» (das Spendenversprechen) von Bill Gates und Warren Buffett.

"Das Spiel ist aus" - Nigel Farage zur Euro-Krise am 24. November 2010

Unze Gold so teuer wie noch nie

Die Eurokrise und die hohe Staatsverschuldung treiben immer mehr Anleger zur Flucht in Edelmetalle. Besonders Gold klettert dabei von Rekord zu Rekord. Mit 1070 Euro kostet eine Unze Gold so viel wie noch nie zuvor. Eine Unze Silber war mit 22,70 Euro am Montag so viel wert wie seit 1980 nicht mehr. „Die Edelmetalle sind die Profiteure der gegenwärtigen Unsicherheit an den Märkten“, erklärt Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank.

Eurozone in der Zerreissprobe

(19. November 2010/fa.) – Immer mehr Ökonomen meinen, dass der Euro längerfristig nicht zu halten ist. Sie sehen die Zerschlagung der Währungsunion kommen.

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