Aus Inflationsangst erwägen mehr als ein Dutzend Staaten in den USA, anstelle des Dollar Goldmünzen als offizielles Zahlungsmittel einzuführen. Vorreiter der Idee ist Utah, gefolgt von Colorado, Georgia, Montana, Missouri, Indiana, Iowa, New Hampshire, Oklahoma, South Carolina, Tennessee, Vermont und Washington. "Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, die uns erlaubt, unsere Wirtschaft aufrechtzuerhalten, während der Wert des Dollar weiter sinkt", so der republikanische Abgeordnete in Utah.
Die Idee ist nicht neu. Zuletzt hatte Bernard von NotHaus versucht, in Amerika die silbernen und goldenen "Liberty Dollar" seiner eigenen Münzprägeanstalt zu etablieren, wurde dann aber von der Notenbank Fed als auch vom Bundesgericht North Carolina aufgehalten, indem er der Münzfälschung für schuldig gesprochen und seine Münzen beschlagnahmt wurden. NotHaus zeigte keine Einsicht: "Seit 1913 hat der US-Dollar 96 Prozent seiner Kaufkraft verloren." Der Bürger habe das Recht auf eine Alternativwährung. Während die Staatsanwältin damals noch von "einheimischem Terrorismus" sprach, scheint so mancher amerikanische Politiker das mittlerweile ähnlich zu sehen.