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Finanzen

Steuer(un)ehrlichkeit und Heuchelei

 

"So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist."

- Matthäus 22, Vers 21

Ein prominenter Fußballfunktionär sah sich genötigt, Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung zu erstatten. Und das war dazu noch einer, der bislang als Saubermann und Vorbild für die Jugend galt. Dementsprechend ist auch die uns durch die Medien vermittelte Empörung und Enttäuschung.

Aber wie überzeugend ist diese Empörung und Enttäuschung?

Mir fällt in solchen Fällen immer die Geschichte ein, wo ein Spaßvogel an eine Reihe prominenter Mitbürger ein Telegramm mit jeweils dem Text, "Sofort flüchten, es ist alles entdeckt!", geschickt hat, worauf alle auf diese Weise Vorgewarnten unverzüglich das Weite suchten.

Ich kann mir also sehr gut vorstellen, dass es unter den Empörten und Enttäuschten und denen, die die Tat des Steuersünders auf das "entschiedenste" verurteilen, zahlreiche Personen gibt, die ebenfalls etwas zu verbergen haben. Und das sind möglicherweise mehr als man glauben möchte.

Ein Gedicht über die Gier

 

 "Die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen." - 1.Timotheus 6:10

 

Link des Tages - zum fallenden Goldpreis

Euro-Krise: „Europa aus der Sackgasse holen“

 

Deutsche und französische Nationalökonomen fordern die Auflösung der Währungsunion - von Bruno Bandulet

Bernd Lucke, Gründer der Alternative für Deutschland (AfD), stand vorigen Sonntag im Zentrum des deutschen Medieninteresses. Fünf Tage zuvor sorgte der Professor für Makro-Ökonomie an der Universität Hamburg bereits für Aufsehen in der französischen Presse: Führende deutsche und französische Euro-Gegner trafen sich zum dritten Mal, diesmal in Paris, um über die europäische Währungskrise zu beraten und um Alternativen zum gescheiterten Euro-Experiment auszuarbeiten.

In der gemeinsamen Abschlußerklärung wurde den europäischen Eliten vorgeworfen, daß sie sich ihrer Verantwortung für das „reale Europa“ feige entzögen und das Zerstörungswerk des Euro fortsetzten. Jeder Tag, an dem nicht gehandelt werde, mache die Lösung der Krise schwieriger und teurer. Gefordert wurde, keine Kredite mehr zur „Rettung“ des Euro zu gewähren und ein neues europäisches Währungssystem zu errichten, das auf der Realwirtschaft, auf flexiblen Wechselkursen und nationalen Währungen aufbaut.

Übereinstimmung wurde auch darüber erzielt, daß nach der Wiedereinführung nationaler Währungen der Euro als Rechnungseinheit bzw. als Parallelwährung bestehen bleiben soll und daß das schwierige Problem der Altschulden gelöst werden muß. „Die Gründung des Euro war ein schwerer Irrtum. Der Fehler kann nicht dadurch behoben werden, daß man eine neue und künstliche Wirtschaftsordnung schafft, sondern nur dadurch, daß man das System beseitigt“, so das deutsch-französische Kommuniqué.

Zitat des Tages - die Folgen der Krisenpolitik

 

Das Schneeballsystem Euro, mit seinen ungedeckten Forderungen, platzt nun an vielen Stellen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Folgen nicht mehr mit halbseidenen politischen Maßnahmen überdecken lassen. Die Folgen der derzeitigen Krisenpolitik, die Krise mit noch mehr Geld zu bekämpfen, lassen sich in einer kurzen Formel zusammenfassen: Je mehr Geld, desto größer der Knall.

- Frank Schäffler, Wir stehen hier am Anfang der Finanzkrise

 

Dokumentation: Haiti - Tödliche Hilfe

 

 

Alternativwährungen im Aufwind

Das Vertrauen vieler Menschen in Währungen wie den Euro oder den Dollar ist infolge der Schuldenpolitik erschüttert. Das hat zu einem Aufschwung von Alternativwährungen geführt. Diese Regionalwährungen existieren auf privatwirtschaftlicher Basis und ergänzen Landeswährungen wie den Euro oder den Schweizer Franken.

In Deutschland existieren mehr als 30 Alternativwährungen. Sie haben so klangvolle Namen wie «Chiemgauer», Sterntaler (Berchtesgadener Land), Havelblüte (Potsdam), Urstromtaler (Sachsen-Anhalt), Lindentaler (Leipzig) oder ganz profan Regiogeld im Allgäu. Teils existieren sie nur virtuell als Leistungsversprechen: Bürger richten über eine Online-Plattform Arbeitszeitkonten ein und tauschen Dienstleistungen: Geigenunterricht gegen Fliesenlegen oder Autoreparatur. In diesem Fall handelt es sich nur um Tauschringe. Eine Reihe solcher Ersatzwährungen existieren aber auch mit Geldscheinen, die teils aufwendig gestaltet sind, wie etwa der «Steintaler» in Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Solche Währungen funktionieren nur als Ergänzung zum offiziellen Geld und können nur regional eingesetzt werden, weil kein Unternehmen damit seine überregional oder weltweit verstreuten Lieferanten bezahlen kann. Regionale Währungs-Netzwerke können aber Relevanz für die lokale Wirtschaftsförderung haben, weil Bevölkerung und regionale Unternehmen Dienste und Produkte aus der Nähe nutzen.

Bild des Tages - Das Netz der Konzerne

 

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