«Von Göttern und Designern. Ein Glaubenskrieg erreicht Europa.» Mit diesem Titel lockte vor einigen Jahren eine Dokumentation von «ARTE» die Zuschauer an. Auch «Der Spiegel» hatte in einer Weihnachtsausgabe einen ungewöhnlich langen Artikel mit «Glaubenskrieg um die Evolution» eingeleitet. Die Ursprungsfrage ist so intensiv wie seit Jahrzehnten nicht mehr Thema in der Öffentlichkeit.
Dr. Reinhard Junker
Ist Evolution wissenschaftlich nicht bewiesen?
Wer theologisch motiviert eine evolutive Herkunft des Menschen nicht akzeptiert, muss sich zwangsläufig der Frage stellen, wie er mit den vermeintlich überwältigenden Belegen für einen ebensolchen Ursprung des Menschen umgeht, und wie er sie im Rahmen seiner biblischen Weltsicht einordnet. Ob eine allgemeine Evolution aller Lebewesen (Makroevolution) als wissenschaftlich begründete Tatsache gelten kann, entscheidet sich an empirischen Daten der Naturwissenschaft. Biologen können in der Tat aussagekräftige naturwissenschaftliche Kritikpunkte an der Evolutionsanschauung vorlegen. Diese Kritik findet sich im deutschsprachigen Raum vor allem in «Evolution – ein kritisches Lehrbuch» und wird aus-serdem in der Zeitschrift Studium Integrale Journal und der gleichnamigen Fachbuchreihe veröffentlicht.
Ebenso müssen sich Alternativtheorien, die Bezug auf die biblische Offenbarung nehmen, anhand von Daten bewähren, wenn mit ihnen der Anspruch erhoben wird, die Ergebnisse der Naturwissenschaft erklären zu können. Auf dem Gebiet der Biologie sind hier vor allem das Grundtypenkonzept und so genannte «Design-Argumente» zu nennen. Ungleich schwerer erweist sich allerdings die Entwicklung einer alternativen historischen Geologie, die einen biblischen Kurzzeitrahmen zugrunde legt.
Ich beginne mit dem Bombardier-Käfer. In seinen Körperdrüsen werden komplizierte chemische Substanzen produziert. Es sind dies Wasserstoffperoxyd und Hydrochinon. Diese werden unter Hinzufügung eines Hemmstoffes in einer Sammelblase für unbestimmte Zeit gelagert. Der Hemmstoff verhindert eine sofortige chemische Reaktion. Fühlt sich der Käfer nun bedroht, dann lässt er, durch einen Öffnungsmuskel gesteuert, eine gewisse Menge dieses Stoffs in eine Explosionskammer strömen, die sich am Ende seines Hinterleibs befindet. Diese hat, man staune, die Form der Brennkammer einer Rakete. In der Wand dieser Explosionskammer befinden sich weitere Drüsen, die Enzyme (Peroxydase und Katalase) produzieren.
Die Entdeckung eines erdähnlichen Planeten hat keine Bedeutung für das biblische Verständnis der Schöpfungsgeschichte. Darüber sind sich christliche Physiker einig. Europäische Astronomen haben im Alpha-Centauri-System, einem Sternsystem, das unserem Sonnensystem am nächsten gelegen ist, einen sogenannten Exoplaneten entdeckt, der ungefähr die Masse der Erde aufweist. Dieser könnte der erste von mehreren Planeten sein, auf denen Leben vorkommen kann. Der Astrophysiker Norbert Pailer (Meersburg) sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Anfrage:
Die Mission zur Erkundung des Mars bringt die Frage nach Gott auf das gesellschaftliche Tablett. Gibt es auch woanders als auf dem Blauen Planeten Leben? Ist irgendwo in den Tiefen des kalten Kosmos Leben möglich? Schon die Menschen der Antike träumten von einer Reise zum Mond. Und die Phantasien eines Jules Verne machten aus Hermann Oberth um 1920 den ersten Raumfahrtwissenschaftler..jpg)



