Unter demselben Titel hat nun anlässlich des 203. Geburtstags von Charles Darwin am vergangenen Sonntag der Spiegel einen Artikel online gestellt, der unter Christen Beachtung finden sollte. Der Schreiber resümiert "Der Ton wird schärfer", trägt mit seinen polemischen Formulierungen allerdings selbst viel dazu bei, sein eigenes Fazit zu rechtfertigen. Diejenigen, die an einen Schöpfer glauben, werden in die Fundamentalismus-Ecke gedrängt und solchen zugeordnet, die nicht richtig denken können oder wollen. "Wissenschaft und Glaube" sind für den Autor des Artikels unvereinbare Gegensätze.
So stellt er gleich zu Anfang seines Beitrags "wissenschaftlich fundiertes Denken" der Evolutionsanhänger dem "Übermaß religiösen Denkens" der Evolutionskritiker gegenüber. Er zitiert den Humanistischen Pressedienst, die meisten Feierlichkeiten basierten auf "antiken Traditionen", relevant nur für Einzelne und damit auch Quelle von kulturellen und religiösen Konflikten. "Wissenschaftliche Erkenntnis" hingegen sei etwas Einigendes.
Ein "wissenschaftliches Weltbild" aber sei für "religiöse Fundamentalisten" und "bibeltreue Fromme" ein Affront, es sei Gotteslästerung und ein Angriff auf ihr Glaubensfundament. Eben deswegen seien sog. "antiwissenschaftliche, fundamentalistisch-religiöse Weltbilder auf dem Vormarsch", obwohl der Mensch doch eigentlich längst von Descartes und Kant aufgeklärt worden sei, wundert sich der Autor.
Trotz neuer kosmologischer Erkenntnisse konnte der "Schöpfungsmythos" immer noch nicht "grundsätzlich entkräftet" werden. Und "dass Darwin seitdem vieltausendfach bestätigt wurde, hat die Fronten nur verhärtet", polemisiert der Autor weiter. Was fehlt sind der Link zu solchen "Bestätigungen", eine nähere Erläuterung, was genau er damit meint oder auch die Quelle die aufdeckt, auf welche Experten er sich berufen will.