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Bildung

Vereinigte Staaten verweigern deutscher Familie Asyl

Ein amerikanisches Berufungsgericht hat einer deutschen Familie, die ihre Kinder zu Hause unterrichtet, politisches Asyl in den Vereinigten Staaten verweigert. Die drei Richter unterstützten damit die Position der amerikanischen Regierung, die geltend gemacht hatte, daß die Schulpflicht in Deutschland für alle gelte und die Familie daher keiner besonderen Verfolgung ausgesetzt sei.

„Es gibt einen Unterschied zwischen der Verfolgung einer bestimmten Gruppe und der Verfolgung derjenigen, die allgemein geltendes Recht verletzten“, schrieb Richter Jeffrey S. Sutton in der Urteilsbegründung. Der Anwalt der Familie, Michael Farris, zeigte sich von dem Urteil enttäuscht: „Wir glauben, das Gericht liegt falsch und werden Berufung einlegen. In Amerika gibt es einen Platz für diese Familie und wir werden alles tun ihr zu helfen.“

Siggelkow: „Schulen produzieren Versager”

Bildungschancen sind schichtabhängig. Das zumindest ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts Allensbach. Auch „Arche”-Gründer Bernd Siggelkow findet, sozial Schwache haben es in der Schule oft schwerer – und sieht unter anderem die Kirchen in der Pflicht.

Fast zwei Drittel der Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland bezweifeln, dass Schüler aus unterschiedlichen sozialen Schichten dieselben Bildungschancen haben. Das ist ein Ergebnis der Allensbach-Studie ”Hindernis Herkunft: Eine Umfrage unter Schülern, Lehrern und Eltern zum Bildungsalltag in Deutschland“. Demnach sind 96 Prozent der Lehrer in Deutschland davon überzeugt, dass der soziale Hintergrund des Elternhauses die Leistung von Schulkindern beeinflusst.

Bernd Siggelkow, Gründer des christlichen Hilfswerks „Die Arche”, bestätigte diese Einschätzung auf Anfrage von pro. Wer zum Beispiel Nachhilfe brauche, müsse dafür zahlen. Sozial Schwache könnten sich das nicht leisten. Wer zudem aus einem Brennpunkt komme, besuche oft Klassen, in denen es viele eher schwache oder verhaltensauffällige Schüler gebe. Für Lehrer sei das eine Überforderung und individuelle Hilfe nicht möglich. „Die Schule ist nur so leistungsfähig wie ihr Förderverein”, sagte Siggelkow mit Blick auf fehlende Finanzen im Bildungssystem.

Zitat des Tages - Eltern ohne Kinder

 

„Ich kenne hunderte von Eltern in Deutschland, die haben noch nie mit ihren Kindern zusammen ein Gesellschaftsspiel gespielt, die haben noch nie mit ihnen am Tisch gesessen und zusammen zu Abend gegessen.” Auch wenn diese Gruppe nur rund 15 Prozent der Gesellschaft ausmache: „Das ist die Welt, in der ich zu tun habe und das ist die Welt, die Schlagzeilen macht.”

- Bernd Siggelkow, Gründer der "Arche" in pro

 

Birgit Kelle zur Familienpolitik

 

Man hätte es schon lange wissen könne, jetzt ist es auch durch eine Umfrage von FORSA im Auftrag der Magazine "Eltern" und "Eltern Family" bestätigt: Das was Eltern von der Politik fordern und das, was sie von der Politik erwarten können, sind völlig unterschiedliche Dinge. So befürworten Eltern das Ehegattensplitting, das nahezu alle Parteien abschaffen wollen, sie befürworten auch die kostenlose Mitversicherung von Familienmitgliedern in der Krankenversicherung, auch das wollen die meisten abschaffen. Die Mehrheit der Eltern befürworten außerdem, dass einer der Eltern mindestens drei Jahre zu Hause bleibt bei den Kindern, trotzdem wollen parteiübegreifend nahezu alle, dass die Kinder ab einem Jahr in die Krippe kommen. Es zeigt sich mal wieder: Politik geht an der Realität vorbei. Was schon in der Betreuungsgelddebatte offensichtlich war, zeigt sich hier in Zahlen: Eltern erziehen gerne, sie wollen Zeit für ihre Kinder und Unterstützung auf diesem Weg. 51 Prozent sind für die Einführung eines Betreuungsgeldes und dagegen, dass das Gesetz zurück genommen wird. Noch Fragen? Es bleibt nur eine: Wann hört man Ihnen endlich zu und macht Politik für sie?

Hier ein Ausschnitt aus einem Bericht in der ZEIT: "Vieles spricht dafür, dass sich der Wunsch von Wirtschaft und mehreren Parteien, Eltern nach einem Jahr ins Berufsleben zurückzuholen, nicht mit den Wünschen vieler Eltern deckt, sagte Marie-Luise Lewicki, Chefredakteurin von Eltern und Eltern Family....Handlungsbedarf sieht ein Großteil der Väter und Mütter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf: 64 Prozent der Befragten bemängeln, es gebe nicht genügend Betreuungsplätze für Kinder ab drei Jahren. "Obwohl es seit Jahren einen Rechtsanspruch auf diese Plätze gibt", sagte Marie-Luise Lewicki, "hapert es offenbar noch immer an der Qualität der Betreuung und an der Betreuungsdauer".

"Empörungsjournalismus" gegen christliche Schulen

Die Diskussion um Kreationismus an Evangelischen Bekenntnisschulen wird von den Medien künstlich aufgebläht. Dabei werden die Schulen und ihre Lehrpläne oft nicht fair dargestellt. Ein Gastkommentar von Wolfgang Stock

Es ist natürlich alles Zufall: Hansjörg Hemminger von der „Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen“ der Evangelischen Landeskirche in Württemberg schreibt einen tendenziösen Artikel gegen ein Diskussionspapier des Dachverbands der Evangelischen Bekenntnisschulen. Sein Artikel wird unmittelbar danach im atheistischen Internetportal „diesseits“ groß aufgegriffen. Kurz darauf greift Matthias Kamann, Redakteur der „Welt“, das Thema auf, findet ein Kultusministerium, dass „es“ schlimm findet, erwähnt aber immerhin, dass ein anderes Kultusministerium seine Aufregung nicht teilen kann.

Dass Hemminger den Ursprungstext ebenso wie dann „diesseits“ und Kamann „einseitig und auch nachweislich falsch dargestellt und interpretiert“ haben, wie Michael Diener, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz kritisiert, interessiert in diesem Empörungsjournalismus nicht.

Hausunterricht in den USA: Das Schweigen des Häuptlings

Der Kampf um Freiheit braucht Symbole. Familie Romeike aus Bissingen wurde zu so einem Symbol. Symbolträchtig ist auch eine Unterschriftenaktion ans Weiße Haus. Sie setzt sich für den Verbleib der deutschen Hausunterrichter in den USA ein.

Nach 20 Tagen war das Ziel schon erreicht: Aktuell wollen 105.000 Personen, daß U.S.-Präsident Obama zu Hausunterricht als grundlegendem Freiheitsrecht Stellung nimmt – Tendenz steigend. 100.000 Unterstützer innerhalb von 30 Tagen benötigt eine Petition an die Regierung, um eine offizielle Antwort zu erwirken. Obama selber verfügte diese Möglichkeit, Bürgerbegehren an höchster Stelle vorbringen zu können. Wohl oder übel muß das Weiße Haus sich nun einer Sache annehmen, die es bereits andernorts entschieden glaubte: Des „Falles Romeike“.

Seit Jahren bereitet die Familie aus Baden-Württemberg Obamas Generalstaatsanwalt Eric Holder Kopfschmerzen. 2008 suchten Hannelore und Uwe Romeike in den USA Schutz vor deutschen Behörden. Man hatte gedroht, ihre Kinder wegzunehmen, wenn Romeikes sie weiterhin selber unterrichteten. 2010 erkannte ein amerikanischer Richter auf Asyl: die Sicherheit der Familie sei im totalen Schulstaat Deutschland nicht gewährleistet. Der daraufhin erfolgte deutsche Aufschrei über die „Brüskierung eines Verbündeten“ wirkte hinter den Kulissen fort: Holder erhob Einspruch und kam vorläufig damit durch.

Krippenerzieherin im Interview: "Was Kinder brauchen..."

 

"Was Kinder brauchen, kann in Krippen nicht gewährleistet werden"

Mit Hochdruck und enormen finanziellen Mitteln werden seit dem von der Leyenschen Krippenausbaubeschluß Krippenplätze aus dem Boden gestampft, damit auch noch das letzte Kleinkind institutionell betreut werden kann. Schon jetzt gibt es auch bei uns die 24-Stunden-Kita, haben Krippen vom Morgengrauen bis in den späten Abend geöffnet, können Säuglinge bereits mit 8 Wochen in Krippen abgegeben werden. Und immer mehr Eltern nutzen diese Angebote.

Die Sexualisierung der Kindheit geht voran

Eine britische Studie der britischen „National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC)“ vom März 2013 berichtet von 4.562 Kindern – 98 Prozent davon Jungen –, die 5.028 Sexualvergehen im Zeitraum von 2009–2012 begangen haben. Manche Kinder waren kaum fünf Jahre alt. Britische Medien gehen davon aus, daß es noch eine viel höhere Dunkelziffer gibt.

Diese Zahlen sind ein Beleg für ein Phänomen, das noch zu wenig Gegenstand der öffentlichen Debatte ist: die Sexualisierung der Kindheit in den westlichen Gesellschaften.

Wer diesen Angriff auf die moralische Gesundheit der Kinder schon seit langem beobachtet, wundert sich über solche Berichte nicht mehr. Die Zeitschrift Bravo, die seit Jahrzehnten Kindern alle möglichen Sexualpraktiken detailliert anhand von Fotos und Texten präsentiert, schrieb selbst noch in einer Presseerklärung vom 29. Juni 1999 mit dem Titel „KidsVerbraucherAnalyse 1999: Die 6 bis 9jährigen sind verspielte Konsumenten mit Vorliebe für Süßigkeiten“: „So zeigt sich auf der anderen Seite schon in dieser jungen Altersgruppe eine geschlechtsspezifische Ausrichtung. Bei den Mädchen sind Titel wie Barbie, Wendy, Bibi Blocksberg und auch schon die Bravo stark.“

Sexualkundeunterricht: Geht Kölner Grundschule zu weit?

Allzu detaillierter Sexualkundeunterricht hat in der Katholischen Grundschule Lindenburger Allee in Köln-Lindenthal heftige Diskussionen ausgelöst. Eltern von Viertklässlern wehren sich dagegen, dass ihre Kinder schon mit neun Jahren über Orgasmen und Begriffe für den Geschlechtsverkehr aufgeklärt werden. Regula Lehmann, Autorin des Buches „Sexualerziehung? Familiensache“, unterstützt den Protest und betont das Recht auf Kindheit.

„Müssen Neunjährige wissen, was ein Orgasmus ist?“ fragte die Zeitung Kölner Express am Montag und bezog sich damit auf den Sexualkundeunterricht einer Grundschule in dem Kölner Stadtteil Lindenthal. Eltern von Kindern der vierten Klasse hatten sich über unangemessene Unterrichtsinhalte beschwert. Nach Angaben des Kölner Express mussten die Viertklässler als Hausaufgabe ein Arbeitsblatt ausfüllen, das die Kinder dazu aufforderte, einen Orgasmus zu definieren oder den Akt des Geschlechtsverkehrs zu beschreiben und zu zeichnen. Das Oberthema des Blattes lautete: „Wie ist das mit dem Kinderkriegen?“

Schulpolitik in Deutschland - ohne klare Linie

Zwölf Jahre nach dem schlechten Pisa-Ergebnis bestimmen die Elternwünsche mehr denn je die Bildungspolitik in Deutschland. Ergebnis: Vieles wird anders, wenig wird besser. Und die Zahl der Schulformen wächst.

Die Schullandschaft in Deutschland wird immer bunter, aber nicht unbedingt besser. Die jahrelangen Auseinandersetzungen darüber, welche Schulformen die Besten sind, enden nun damit, dass alle machen, was sie gerade für richtig halten. Konzeption sieht anders aus.

Immer mehr Wissenschaftler, Politiker und Lehrer kommen zu der Erkenntnis, dass es vor allem auf die individuelle Förderung der Kinder ankommt. Mit gut ausgebildeten, motivierten Lehrern in ausreichender Anzahl, lässt sich dies im Grunde genommen an jeder Schulform umsetzen. Die Bildungspolitiker sind dazu übergegangen, Eltern und Schüler abstimmen zu lassen. Dies führt beispielsweise dazu, dass immer mehr Länder neben dem Abitur nach der zwölften Klasse auch das Abitur in 13 Schuljahren wieder zulassen.

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